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Ausgabe 02 | April 2018
CHF 9.50
Cannabis
Sinn und Unsinn in der Medizin
Hautkrebs
Weiss ist nicht immer gut
Image
Wer wirkt, bewirkt
Makuladegeneration
Hoffnung im Kampf gegen
den blinden Fleck
Impressum
Editorial
Inhalt
Chefredaktion
Peter Empl
Herausgeber
Autoren dieser Ausgabe
Peter Empl, Anja Garms,
Dr. Ingo Haase, Christoph Held,
Basil Höneisen, Stephan Inderbitzin,
Betty Kawohl, Alice Lanzke,
Dr. Maja Maurer, Urs Tiefenauer
Art Direction
Stutz Medien AG, stutz-medien.ch
Korrektorat
Birgit Kawohl
Agenturen
DPA, SDA, Keystone, Fotolia,
Shutterstock.
Administration
Badenerstr. 621, 8048 Zürich
Telefon 044 709 09 06
redaktion@altavistamagazin.ch
Druck
Stutz Medien AG, Wädenswil
Anzeigen
Stutz Medien AG, Wädenswil
+41 44 783 99 24
pascal.brotzer@stutz-medien.ch
Nächste Ausgabe
7. Juni 2018
Distribution
Kostenlos in 2100 Institutionen in
der Deutschschweiz
Leser
19 500
Altavista erscheint 6 × im Jahr.
AltaVista ist in der Schweiz als Marke eingetragen.
ISSN: 2504-3358
www.altavistamagazin.ch
Naeim Said
Herausgeber
S
eit gut einem Jahr ist nun Al-
taVista auf dem Markt und seit
der ersten Ausgabe stehen wir
in direktem Kontakt mit unse-
ren Lesenden. Durch diese für uns
wertvollen Rückmeldungen können
wir uns stetig verbessern – danke da-
für. Ein grosser Wunsch war, dass wir
unsere Inhalte «nachhaltiger» produ-
zieren. Dazu gehört auch, dass das
Magazin nicht schon nach wenigen
Tagen «zerlesen» aussieht. Wir dru-
cken in der Schweiz, unsere Kommu-
nikationswege sind kurz und wir nut-
zen wertiges Papier, ohne dabei
unsere Umwelt zu belasten. Zudem
wurde unser Layout sanft angepasst
und wir freuen uns natürlich auch
weiterhin auf Ihre Rückmeldungen.
Wir haben auch in dieser Ausgabe
wieder Themen und Kolumnen, die in-
formieren, polarisieren und vielleicht
sogar etwas bewegen werden. Wenn
uns das gelingt, sind wir mit AltaVista
auf gutem Weg. Wir wünschen span-
nende und vielleicht sogar erhellende
Lektüre!
Herzlich
Naeim Said, Herausgeber &
Peter Empl, Chefredaktor
Peter Empl
Chefredaktor
4 TITELTHEMA
4 TITELTHEMA
MAKULADEGENERATION
8 STUDIE
8 STUDIE
KRANKHEITSBILDER
KRANKHEITSBILDER
KRANKHEITSBILDER
9 KOLUMNE
9 KOLUMNE
DR. CHRISTOPH HELD
10 RATGEBER
10 RATGEBER
IMAGE
12 FORSCHUNG
12 FORSCHUNG
ÜBERGEWICHT
ÜBERGEWICHT
14 FOKUS
14 FOKUS
CANNABIS
CANNABIS
17 BUCHTIPP
17 BUCHTIPP
PFLANZENGESTÜTZTE PFLEGE
PFLANZENGESTÜTZTE PFLEGE
18 PFLEGE
18 PFLEGE
VALIDATION
VALIDATION
22 NEWS
22 NEWS
GESEHEN & GEHÖRT
GESEHEN & GEHÖRT
24 AKTUELL
24 AKTUELL
HAUTKREBS
HAUTKREBS
28 HINTERGRUND
28 HINTERGRUND
ARBEIT ALS LUXUSGUT
ARBEIT ALS LUXUSGUT
30 STUDIE
30 STUDIE
ERNÄHRUNG
ERNÄHRUNG
32
INTERVIEW
HIV AM ARBEITSPLATZ
34
TYP II DIABETES
DIE ZUCKERUHR DER MUSKELN
INHALT
APRIL 2018
ALTA VISTA
3
Wenn die Netzhaut sich
wölbt
Millionen Menschen leiden unter einer Makuladegeneration. Nun gibt es Hoffnung:
Eine Antikörpertherapie kann den Prozess der Erblindung deutlich bremsen.
PETER EMPL
Visuelle Symptome der Makuladege-
neration sind unter anderem:
Verzerrte Sicht in Form einer Metamor-
phopsie, bei der ein Gitter aus geraden
Linien wellig und Teile des Gitters leer
erscheinen können. Das merken
Patienten oft erst beim Betrachten von
Dingen wie Fliegengittern in der
Wohnung oder Telefonmasten während
einer (Auto)fahrt. Es kann auch
zentrale Skotome, Schatten oder fehlen-
de Sehbereiche geben.
Langsame Wiederherstellung der
Sehfunktion nach Einwirkung von
hellem Licht (Photostresstest)
Drastisch abnehmende Sehschärfe
(zwei oder mehr Stufen)
Verschwommenes Sehen: Personen mit
nicht exsudativer Makuladegeneration
können ohne Symptome sein oder einen
allmählichen Verlust des zentralen
Sehvermögens bemerken, während
Personen mit exsudativer Makuladege-
neration häufi g einen schnellen Beginn
des Sehverlustes bemerken (häufi g
verursacht durch Leckage und Blutun-
gen abnormaler Blutgefässe).
Verlust der Kontrastempfi ndlichkeit
Die Makuladegeneration allein führt nicht
zur völligen Erblindung. Übrigens sind
generell nur sehr wenige Menschen mit
Sehbehinderung völlig blind. In fast allen
Fällen bleibt ein Teil des Sehvermögens
erhalten.
E
twa sechs Quadratmillimeter
gross
ist d
ie Makula – jene Fläche
im Zentrum der Netzhaut, auf der
Sehstäbchen- und zäpfchen sehr
eng angeordnet sind. Dies ent-
spricht etwa 2,1 % der Netzhaut, die restli-
chen 97.9 % bleiben von der Erkrankung
unberührt. Probleme an dieser Stelle haben
besonders üble Folgen, denn hier fokussie-
ren wir beim Sehen, etwa beim Lesen.
Makuladegeneration, auch bekannt als
altersbedingte Makuladegeneration (AMD
oder ARMD), ist eine Schädigung der Netz-
haut, die zu verschwommenem oder fehlen-
dem Sehen im Zentrum des Gesichtsfeldes
hren kann. Frühzeitig treten oft keine
Symptome auf. Im Laufe der Zeit kommt es
jedoch bei einigen Menschen zu einer all-
hlichen Verschlechterung des Sehvermö-
gens. Obwohl eine Makuladegeneration
nicht zu völliger Blindheit führt, kann es der
Verlust des zentralen Sehvermögens schwie-
rig machen, Gesichter zu erkennen, zu fah-
ren, zu lesen oder andere Aktivitäten des
täglichen Lebens auszuhren.
Makuladegeneration tritt typischerwei-
se bei älteren Menschen auf. Genetische
Faktoren und Rauchen spielen ebenfalls
ei-
ne Rolle. Der Schweregrad wird in frühe,
mittlere und späte Typen unterteilt. Die
Spätform wird zusätzlich in «trockene»
und «nasse» Formen unterteilt, wobei die
Trockenform 90% der Fälle ausmacht.
Prävention beinhaltet Bewegung, ge-
sundes Essen und Nichtrauchen. Antioxida-
tive Vitamine und Mineralien scheinen für
die Vorbeugung nicht nützlich zu sein. Es
gibt keine Heilung oder Behandlung, die das
bereits verlorene Sehvermögen wiederher-
stellt. In der feuchten Form können An-
ti-VEGF-Medikamente, die in das Auge in-
jiziert werden, oder weniger häufi g Laser-
koagulationen oder eine photodynamische
Therapie die Verschlechterung verlangsa-
men.
Immer mehr Menschen
betroffen
Durch die demografi sche Entwicklung dürf-
te die Zahl der Erkrankten in den kommen-
den Jahren deutlich steigen. Grösster Risi-
kofaktor ist, neben Alter und Erbanlagen,
das Rauchen. Tabak steigert die Erkran-
kungsgefahr Studien zufolge um das Dreifa-
che. In der Frühphase häufen sich unter der
Netzhaut Stoffwechselprodukte, die die Zel-
len nicht mehr abbauen können. Diese Abla-
gerungen, sogenannte Drusen, wölben die
Makula auf.
Im Jahr 2015 waren davon weltweit 6,2
Millionen Menschen betroffen. Im Jahr
2013 war es die vierthäufi gste Erblindungs-
ursache nach Katarakt, Frühgeburt und
Glaukom. Es tritt am häufi gsten bei Men-
schen über fünfzig Jahren auf und ist in den
USA die häufi gste Ursache für Sehkraftver-
lust in dieser Altersgruppe. Etwa 0,4 % der
Menschen zwischen 50 und 60 Jahren haben
die Krankheit, während sie bei 0,7 % der
Menschen zwischen 60 und 70, 2,3 % der
Menschen zwischen 70 und 80 und fast 12 %
der Menschen über 80 Jahren auftritt. Jedes
Jahr erkranken in der Schweiz 3000 Men-
schen daran, auch hier: Tendenz steigend.
TITELTHEMA MAKULADEGENERATION APRIL 2018 ALTA VISTA 5
Spritze ins Auge
Augenmediziner unterscheiden zwei Spätformen der altersbeding-
ten Makuladegeneration (AMD) die mitunter auch parallel auftre-
ten können. Beide haben für Patienten sowohl Vor- als auch Nach-
teile. Bei der weitaus häufi geren trockenen Spätform, der so
genannten geografi schen Atrophie (GA), richtet der Zellmüll die
Pigmentzellen irreversibel zugrunde. Bei dieser Variante läuft der
Prozess deutlich langsamer ab als bei der anderen Form, der feuch-
ten AMD. Das Fortschreiten lässt sich allerdings derzeit nicht durch
eine Therapie aufhalten. Bei der gravierenderen, feuchten Spät-
form, die in der Schweiz an die hun
derttausend Menschen betrifft,
wachsen unter die Netzhaut Blutgefässe ein, die oft undicht sind.
Die austretende Flüssigkeit lässt die Sehzellen ebenfalls unwie-
derbringlich absterben, die Netzhaut vernarbt
. Doch zum Glück
lässt sich das Wachstum dieser Gefässe bremsen oder gar aufhalten
– sofern das Problem zeitig erkannt wird.
Die Therapie der feuchten AMD erlebte vor gut zehn Jahren
einen Durchbruch. Seitdem verwenden Ärzte einen Antikörper, der
den Wachstumsfaktor VEGF hemmt und so das Einwachsen von
Gefässen in die Netzhaut verhindert. «Die Anti-VEGF-Therapie
war und ist ein Meilenstein», sagt Frank Holz, Direktor der Univer-
sitätsaugenklinik Bonn. In Deutschland wird die Therapie – eben-
falls aus demographischen Gründen häufi ger angewandt als in der
Schweiz. «Wir können die Netzhauterkrankung damit zwar nicht
heilen, aber über Jahre bremsen und weiteren Sehverlust verhin-
dern.» Studien zufolge stabilisiert oder bessert der Wirkstoff das
Sehvermögen bei mehr als 90% der Patienten, bei etwa jedem Drit-
ten steigt die Sehkraft deutlich.
Ganz ne
u sind die zellbasierten The rapien mit Knochenmark-
stammzellen sowie retinale Pigmentepitheltransplantationen. Eine
Reihe von Studien sind bei Menschen mit ermutigenden Ergebnis-
sen durchgeführt worden; vor allem die «Gentherapie» der Netz-
haut ist vielversprechend: Bereits im Jahr 2008 berichteten drei
unabhängige Forsc
hungsgruppen, dass Patienten mit seltenen ge-
netischen Netzhauterkrankungen erfolgreich mit einem Adeno-
assoziiertem Virus (AAV) behandelt wurden. In allen drei Studien
wurde ein AAV-Vektor verwendet, um eine funktionelle Kopie des
RPE65-Gens zu liefern, das das Sehvermögen bei Kindern mit
LCA wiederherstellt. Diese Ergebnisse werden als Erfolg im Be-
reich der Gentherapie angesehen und haben Bewegung in das gros-
se Fachgebiet für AAV-vermittelte Anwendungen bei Netzhauter-
krankungen erzeugt. Auf den ganz grossen Durchbruch werden wir
allerdings wohl noch warten müssen.
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Beratung und Rehabilitation für sehbehinderte und
blinde Personen
Information, fachliche Beratung und Unterstützung in:
_ Sozialberatung
_ Optische Beratung / Low Vision
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Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme:
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Altersbedingte feuchte Makuladegeneration im fortgeschrit-
tenen Stadium
Makuladegeneration
Ziliarkörper
Bindehaut
Hornhaut
Pupille
Linse
Iris
Zonulafasern
Glaskörper
Lederhaut
Aderhaut
Netzhaut
Makula
Blinder Fleck
Sehnerv
Gesundes Auge
Trockene
Makuladegeneration
Feuchte
Makuladegeneration
Amsler-Gitter
Das Amsler-Gitter oder Amsler-Netz ist in der Augenheilkunde
ein einfacher Funktionstest, mit dem sich die zentralen
Gesichtsfeldbereiche des Auges prüfen lassen. Er wurde von
dem Schweizer Augenarzt Marc Amsler erfunden.
1. Betrachten Sie das Gitter bei Tageslicht aus ca. 30 bis 40 cm
Entfernung. (Falls Sie normalerweise beim Lesen eine Brille
oder Kontaktlinsen tragen, verwenden Sie bitte diese auch
für den Test.)
2. Decken Sie ein Auge mit der Hand ab (nicht zukneifen).
3. Fixieren Sie mit dem anderen Auge den schwarzen Punkt in
der Feldmitte.
4. Wiederholen Sie dann den Test mit dem zweiten Auge.
Können Sie alle Rasterlinien erkennen? Sind alle Linien
gerade? Wenn Sie verzerrte, verbogene oder verschwommene
Linien sehen oder die Linien unterbrochen erscheinen, empfeh-
len wir eine baldige Abklärung bei Ihrem Augenarzt.
So könnte ein Amsler-Gitter
mit altersbedingter Makulade-
generation erscheinen.
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Import Optik
BERGSEH- die Brillenkollektion von Import Optik
Das Schweizer Familienunterneh-
men ist stolz auf ihre erste Eigenkol-
lektion namens BERGSEH welche
ihre Werte «Weltmode, Spitzenqua-
lität und Bestpreise», zum Ausdruck
bringt. Die Brillenmodelle tragen die
Namen von Schweizer Bergseen,
welche sich rund um die zehn Ge-
schäfte der Import Optik befi nden.
KOLLEKTION 2018
Die neuen Sonnenbrillen Modelle, die
ab Frühling 2018 erhältlich sind verei-
nen gleich mehrere Vorteile:
- 100% UV-Schutz
- angenehme Sicht
- modische Farben
- stylische Modelle
Die BERGSEH-Brillen sind alle
samt aus Baumwollacetat, dies er-
möglicht einen rundum angeneh-
men Tragekomfort. Sie präsentieren
sich sehr stilsicher und frisch. Die
BERGSEH-Brillen greifen den heutig
angesagten Style auf welcher sich un-
teranderem in matten Farbtönen zeigt.
Kurz ein «Must Have» Accessoire.
SCHWEIZER BERGHILFE
Import Optik spendet mit jeder ver-
kauften BERGSEH Brille CHF 5.00 an
die Schweizer Berghilfe. Sie unterstüt-
zen damit wichtige Schweizer Projek-
te.
Gefährliche UV-Strahlung
Längst ist bekannt, dass UV-Strah-
lung schädlich für den Menschen ist.
Mit Kleidung und Sonnencreme wird
die Haut geschützt – Die Augen dage-
gen mit der geeigneten Sonnenbrille.
Hornhautentzündung (Keratitis)
Je nachdem wie stark und wie lange
die UV-Bestrahlung war, werden die
Hornhautzellen geschädigt. Dabei
sterben die oberfl ächlich gelegenen
Zellen der Augenhornhaut ab. Man
hat das Gefühl Sandkörnchen auf
der Augenoberfl äche oder unter dem
Oberlid zu haben.
Begleitende Symptome sind starker
Tränenfl uss, Schmerzen, gerötete Au-
gen, übermässige Lichtempfi ndlich-
keit, verschwommenes und nebliges
Sehen. Bei einer Hornhautentzündung
muss der Augenarzt aufgesucht werden.
Mit dem Kauf einer Sonnenbrille, die
über den perfekten UV-Schutz verfügt,
wirken Sie diesem Problem entgegen.
BERGSEH mit 100% UV-Schutz
Alle BERGSEH Sonnenbrillen haben
100% UV-Schutz.
Import Optik nden Sie an folgenden
Standorten:
- Adliswil/ZH
- Brig/VS
- Brunnen/SZ
- Ebikon/LU
- Egerkingen/SO
- Einsiedeln/SZ
- Goldau/SZ
- Interlaken/BE
- Sissach/BL
- Sursee/LU
www.import-optik.swiss
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Je nachdem wie stark und wie lange
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Hornhautzellen geschädigt. Dabei
sterben die oberfl ächlich gelegenen
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hat das Gefühl Sandkörnchen auf
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Oberlid zu haben.
Begleitende Symptome sind starker
Tränenfl uss, Schmerzen, gerötete Au-
gen, übermässige Lichtempfi ndlich-
keit, verschwommenes und nebliges
Sehen. Bei einer Hornhautentzündung
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Menschen können oft schon auf einem Foto erkennen, ob der Abgebildete krank ist.
Zu diesem Schluss kam ein internationales Forscherteam.
ALICE LANZKE
D
as Team um den Neurowis-
senschaftler und Schlaffor-
scher John Axelsson injizierte
Probanden ein Colibakterium,
das eine Entzündungsreaktion
hervorrief. Eine Kontrollgruppe bekam
ein Placebo gespritzt. Zwei Stunden nach
der Injektion wu
rden Fotos von den Test-
personen gemacht. Eine weitere Pro-
bandengruppe hatte daraufhin wenige Se-
ku
nden Zeit, um zu beantworten, ob die
Abgebildeten krank oder gesund sind.
Tatsächlich erkannten die Testpers
onen
81 % der Erkrankten, was der Studie zufol-
ge gegen Zufallstreffer spricht.
Doch die Forscher interessierte auch, wel-
che Hinweise aus den Fotos genau zu den
Diagnosen führten. In einer zweiten Sich-
tungsrunde wurden daher bestimmte Krank-
heitsmerkmale, die sich im Gesicht ablesen
lassen,
abgefragt. Dazu gehörten blasse
Lippen, bleiche Gesichtsfarbe, eckige
oder glänzende Haut, hängende Mundwin-
kel, Schwellungen oder rote Augen. Mit
Ausnahme der eckigen ode
r glänzenden
Haut waren alle diese Merkmale Faktoren,
um eine kranke Person zu erkennen. Die
Ergebnisse sind im Fachblatt «Proceedings
B» der britischen Royal Society veröffent-
licht. Für die Wissenschaftler gibt ihre Stu-
die Hinweise darauf, wie die Probanden
kranke Menschen erkennen konnten. Gera-
de mit Blick auf ansteckende Krankheiten
wäre diese Fähigkeit ein enormer biologi-
scher Vorteil.
Krankheit kann aufgrund von
Fotos erkannt werden
Doch die Forscher weisen auch darauf hin,
dass diese rein visuelle Analyse fehleranfäl-
lig sein kann. So könnten traurige oder müde
Gesichter im Zweifelsfall auch krank wir-
ken. Tatsächlich deckt sich diese Theorie
mit anderen Studien, die ergeben haben,
dass müde Menschen öfter sozial gemieden
werden. Auch die häufi ge Stigmatisierung
sichtbarer Behinderungen folge aus über-
mässigen Krankheitsvermeidungsmechanis-
men, wie die Autoren der Studie schreiben.
Nichtsdestotrotz gebe ihre Arbeit An-
stösse, weiter zu erforschen, wie kranke
Mitmenschen erkannt werden. So sei zu
vermuten, dass dies besser gelinge, wenn
zum Beispiel auch Körpergerüche oder Be-
wegungen beobachtet werden können. Zu-
dem sei zu prüfen, ob man diese Fähigkeit
auch üben kann. Die Autoren schliessen:
«Künftige Studien sollten untersuchen, in-
wiefern sich Gesichtsausdrücke, die eine
Krankheit bedeuten, mit denen grundle-
gender menschlicher Emotionen wie Sorge
oder Angst überschneiden und wie schnell
Menschen bei ihren Mitmenschen nach
Anzeichen von Krankheiten suchen.»
Menschen erkennen
kranke Mitmenschen auf
einen Blick
8
ALTA VISTA
APRIL 2018
STUDIE
KRANKHEITSBILDER
Es geht ihr nicht gut!
KOLUMNE
Dr. Christoph Held
arbeitet als Heim arzt und Gerontopsychi-
ater beim Geriatrischen Dienst der Stadt Zürich sowie im
Alterszentrum Doldertal. Lehrbeauftragter der Universität
Zürich sowie Dozent an den Fachhochschulen Bern, Careum
Aarau und ZAH Winter thur sowie an der Universität Basel. Er
berichtet in AltaVista regelmässig über seine Erfahrungen im
Umgang mit Demenz.
Bücher
«Das demenzgerechte Heim» (Karger, 2003), «Wird
heute ein guter Tag sein? Erhlungen» (Zytglogge, 2010),
«Accueillir la demence» (Médecine et Hygiène, 2010),
«Was ist gute Demenzpflege?» (Huber, 2013), «Bewohner»
(Dörlemann, 2018).
Kontakt
christoph.held@bluewin.ch
I
n den Rapporten, «Easy-Doc»-Einträgen und Fallbesprechun-
gen fällt immer wieder auf, wie schwer sich viele Pfl egende
tun, die Gefühlslage ihrer BewohnerInnen zu beschreiben. «Es
geht ihr nicht gut», sagen sie zum Beispiel von einer Bewohne-
rin, die unaufhörlich weint und schluchzt. Oder: «Sie ist noch
lustig», bei einer Bewohnerin, die in einer Tour lacht, obschon
schlimme Dinge mit ihr geschehen. Es handelt sich, wohlverstan-
den, nicht um höhere Gefühle wie Freude, Kummer oder Eifer-
sucht, sondern um die professionelle Beschreibung einer oft durch
hirnorganische Prozesse veränderten Affektivität, wie sie bei unse-
ren Bewohnern im Pfl egezentrum so überaus häufi g vorkommt.
Dazu gehören die Affektlabilität (Umschlagen einer heiteren
Stimmung in Klagen und Weinen), die Affektinkontinenz, (nicht
mehr aufhören können mit Weinen) oder die Affektdurchlässigkeit.
Insgesamt handelt es sich bei vielen BewohnerInnen um eine Labi-
lisierung der gefühlsmässigen Ansprechbarkeit. Hinzu kommen
ache Gefühle (typisch beim alkohol- oder medikamentenabhängi-
gen Bewohner), wenig modulierte Gefühle (beim Bewohner mit
der Parkinsonkrankheit), Gefühle der Gefühlslosigkeit (beim de-
pressiven Bewohner), inkongruente Gefühle (beim psychotischen
Bewohner). Eine häufi ge Gefühlslage ist natürlich die Angst, von
der es zahlreiche Arten gibt. Wichtig ist auch der Unterschied von
Gefühlen und Stimmung, die sich etwa so zueinander verhalten wie
das Wetter zum Klima.
Gewiss ist hier nicht der Ort, um Psychopathologie zu vermit-
teln, sich aber doch zu fragen, warum diese eigentlich unumgängli-
chen Differenzierungen der Gefühle unserer BewohnerInnen den
Pfl egenden in der Ausbildung nicht vermittelt und später im klini-
schen Alltag nicht abgerufen werden können?
Die Antwort lautet: Der klinische Alltag existiert für viele Pfl e-
gende nicht mehr! Weil sie dermassen mit organisatorischen und
ökonomischen Problemstellungen beschäftigt sind, ist bei vielen
der klinische Blick in den Hintergrund getreten. Bei einigen ging er
ganz verloren. Und von der Hotellerie, die sich zunehmend um das
Wohl unserer BewohnerInnen kümmert, kann wohl kaum ein klini-
scher Blick gefordert werden.
Einige Pfl egende behaupten einfach: «Wir benötigen keinen
‹klinischen› Blick – wir sprechen auf Augenhöhe mit unseren Be-
wohnern!»
Gut gebrüllt Löwe – aber dem klinischen Alltag ist das völlig
egal! Er ist einfach da. Bewältigen und lindern für unsere Bewoh-
nerInnen kann man ihn nur, wenn man ihn kennt und erfassen
kann
DR. CHRISTOPH HELD
KOLUMNE
DR. CHRISTOPH HELD
APRIL 2018
ALTA VISTA
9
Ob wir es wollen oder nicht – jeder hat ein Image. Und weil ein positives Image
souverän macht – auch im Pflegealltag – arbeiten viele daran, eins zu bekommen.
URS TIEFENAUER
I
mage lässt sich verschiedenartig defi -
nieren: Es ist das englische Wort für
Erscheinungsbild. Es kann im übertra-
genen Sinn ein Bild sein, eine Zeich-
nung oder eine Skulptur. Eine zweite
Möglichkeit der Defi nition ist die Refl ek-
tion eines Objektes oder einer Person im
Spiegel – also ein Spiegelbild. Bleibt
schliesslich noch die dritte Defi nition und
wahrscheinlich auch die komplizierteste:
Es ist das Bild, welches alle von sich selbst
haben und welches sie ihrer Umwelt abge-
ben. Damit sind letztendlich auch die Pati-
enten gemeint. Schwierig ist dieses Bild
daher, weil man nicht immer das ist, was
man zu sein glaubt oder es zumindest zu
sein scheint. Verschiedene Faktoren kön-
nen dieses Bild beeinfl ussen.
Alles nur Schein?
Das persönliche Image setzt sich aus ver-
schiedenen Komponenten zusammen. Er-
staunlich ist, dass die fachliche und intel-
lektuelle Kompetenz nur gerade 7 % des
Gesamtkuchens ausmachen. Das äussere
Erscheinungsbild und die Körpersprache
hingegen belegen mit 55 % den Löwenan-
teil. Dies mag viele dazu verleiten, vielleicht
allzu fest diesen Bereichen zu vertrauen –
Schein und Sein – dabei ist es gerade die
Gesamtmischung, die das Image ausmacht.
Auf Stimme, Sprache und Sprechkompe-
tenz entfallen schliesslich auch noch 38 %.
Look allein genügt nicht
Die Gehirnforschung hat entschlüsselt, dass
Menschen bei einem gepfl egten Äusseren
und bei entsprechender Bekleidung auf Ge-
wissenhaftigkeit und Zielstrebigkeit schlie s-
Das positive Image:
Wer wirkt, bewirkt!
sen. Doch Image beschnkt sich nicht
allein auf den Look. Image ist eine An-
sammlung verschiedenster Elemente, die
eine Identität ausmachen. Daneben sind na-
rlich auch gute Manieren und Freundlich-
keit für ein positives Image förderlich. Dies
ist umso wichtiger bei direktem Patienten-
kontakt.
Der wichtigste Faktor jedoch ist stets
die eigene Persönlichkeit, die sich aus der
kulturellen Umgebung, der sozialen Ab-
stammung, der Ausbildung und der Erzie-
hung zusammensetzt. Auch die persönli-
che Geschichte ist massgeblich für die
Ausstrahlung. Unbestritten ist: Wer strahlt,
hat Wirkung, und Wirkung erzeugt Wirk-
lichkeit. Es sind jene Menschen, welche
eine positive Einstellung zu sich und ihrem
Beruf haben, welche Zufriedenheit und
Begeisterung ausstrahlen. Die Gesellschaft
reagiert ganz einfach positiv auf dieses
Image.
Ehrliche Selbstsicherheit
Wer glaubwürdig und authentisch ist, hin-
terlässt den nachhaltigsten Eindruck. Wir
strahlen aus, was wir von uns denken,
selbst dann, wenn wir uns bemühen, selbst-
sicher zu erscheinen oder ein bestimmtes
Image zu vermitteln. Und weil Verände-
Ganz so gestylt wie auf diesem Agenturbild muss es dann doch nicht sein. Aber es ist
eine Tatsache: Das eigene «Image» muss gepflegt werden.
10
ALTA VISTA
APRIL 2018
RATGEBER
IMAGE
rung im Kopf beginnt, sollten Sie mög-
lichst negative Gedanken ausschalten und
sich an positiven Gegenargumente orien-
tieren, das stärkt die Selbstsicherheit und
gibt Kraft von innen. Wesentlich für ein
positives Image ist auch der direkte Blick-
kontakt. Wenn immer möglich, sollten Sie
das Gegenüber mit seinem Namen anspre-
chen – das schafft Verbundenheit und Sym-
pathie.
Der Teufel liegt im Detail
Besonders wichtig ist die Körperspannung:
Hängende Schultern und ein gesenkter
Kopf werden als negativ empfunden. Eben-
so verpönt sind verschränkte Arme vor der
Brust. Sie geben dem Gegenüber ein Ge-
fühl der Blockade, der Abwehr, der Gleich-
gültigkeit. Auch sollte man stets mit einer
überzeugenden, aber nicht aufdringlichen
Stimme operieren – nicht zu laut oder zu
leise, zu schnell oder zu langsam. Drücken
Sie Ihre Gefühle aus! Das wirkt lebendig
und setzt einen willkommenen Kontra-
punkt zu eher rationalen Gesprächsinhal-
ten. Doch wägen Sie gewieft ab, wem Sie
wie viel Gefühl offenlegen. Ohne Rück-
sicht darauf, ob Sie damit zufrieden sind
oder nicht, die anderen Menschen sehen
immer nur das, was Sie entschieden haben,
ihnen zu zeigen. Das Heft halten immer Sie
in Händen.
Leben ist stete Veränderung
Ihr persönliches Image ist ein Bildnis, wel-
ches für innere Werte wirbt. Achten Sie
daher darauf, dass das, was Sie offerieren
wie Fertigkeiten, Kompetenzen und Werte
auch tatsächlich erbracht wird. Menschen
machen sich gerne ein Bild über andere,
ohne sie persönlich zu kennen, lediglich
aufgrund von Informationen, die sie von
anderen Personen erfahren oder die sie ir-
gendwo gehört haben. Dieser Ruf, oder
dieses Image, egal, ob es den Tatsachen
entspricht oder nicht, können Sie zu Ihren
Gunsten nutzen, aber auch ändern. Men-
schen mit Ausstrahlung und Persönlichkeit
lamentieren nicht – sie handeln. Wenn et-
was schief geht, schieben sie die Schuld
nicht auf die Umstände oder auf die an-
deren. Überlegen Sie vielmehr, welchen
Anteil Sie selbst an der Situation haben.
Genau hier liegt die Grösse einer Persön-
lichkeit begründet, bei der Bereitschaft zu
handeln, zu verändern.
DER ERSTE EINDRUCK
ZÄHLT
Image ist eigentlich nichts anderes als
das Bild, das andere von Ihnen haben.
Aber genau dieses Bild, vor allem der
erste Eindruck, den Sie auf jemanden
machen, ist ganz entscheidend für das
Erreichen pernlicher Ziele. Ob im
Umgang mit Kunden oder Geschäfts-
partnern, ob im privaten Bereich, im
Verhältnis zu Vorgesetzten oder
Mitarbeitern, ob als Seminarleiter: Ein
überzeugender erster Eindruck, ein
positives, persönliches Image und ein
souveränes Selbstbewusstsein bilden
die Schlüssel zum Erfolg. Wer seine
fachliche Kompetenz durch ein
unangemessenes oder unpassendes
Auftreten zu kaschieren versucht, der
verbaut sich die Chance sowohl auf
fachliche wie persönliche Anerken-
nung. Es ist äusserst schwierig, einen
negativen Eindruck zu korrigieren.
Viel einfacher ist es, Dinge zu lernen
und Regeln zu beherzigen, welche ein
positives Image schaffen.
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Übergewicht: Ein Pflaster
gegen die Pölsterchen?
Übergewicht ist in vielen Ländern der Welt ein massives Problem. Vielleicht könnte
in Zukunft eine Pille das Fett zum Schmelzen bringen.
ANJA GARMS
E
s klingt zu schön, um wahr zu
sein, was Forscher aus Singapur
kürzlich berichteten: Mit einem
Pfl aster hatten sie Mäusen einen
Wirkstoff über die Haut verab-
reicht, der diese trotz fettreicher Nahrung
nicht dick werden und überdies ihre Fett-
masse schrumpfen liess. Der Wirkstoff ver-
wandelte das so genannte weisse Fett, das
Energie speichert, in braunes Fett, eine Art
Heizgewebe, das Energie verbrennt. Hat
die Wissenschaft damit ein Mittel zur Be-
kämpfung der weltweiten Adipositas-Epi-
demie gefunden?
Ganz so weit ist es noch nicht. Aber
die Idee der Fettumwandlung wird von vie-
len Experten als vielversprechend beschrie-
ben. Und eine wirksame Strategie gegen
die zunehmende Fettleibigkeit wird ange-
sichts der möglichen Folgen wie Diabetes,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs
händeringend gesucht. «Dass es derz
eit
noch kein pharmakologisches Mittel gibt,
ist eine wirklich unbefriedigende Situation.
Wir brauchen das dringend», sagt bei-
spielsweise der Zürcher Adipositas-Spezia-
list Jasper Kjetil gegenüber AltaVista.
«Aber das Feld ist in Bewegung, da wird
sich was tun.»
Die Fettzellen werden seit geraumer
Zeit schon als möglicher Ansatzpunkt für
eine Pharmakotherapie erforscht. Neben
den bereits erwähnten weissen und braunen
Fettzellen gibt es im menschlichen
Fettzellen gibt es im menschlichen
Körper beige Fettzellen, die aus den
Körper beige Fettzellen, die aus den
weissen gebildet werden und genau
weissen gebildet werden und genau
wie die braunen Energie ver-
wie die braunen Energie ver-
brennen. Gelänge es nun, das
brennen. Gelänge es nun, das
braune Fett pharmakologisch
braune Fett pharmakologisch
zu aktivieren oder die Um-
zu aktivieren oder die Um-
wandlung von weissen in
wandlung von weissen in
beige Fettzellen zu stimu-
beige Fettzellen zu stimu-
lieren, hätte man womög-
lieren, hätte man womög-
lich ein Medikament zur Be-
lich ein Medikament zur Be-
kämpfung von Übergewicht
kämpfung von Übergewicht
in der Hand – so die Idee.
in der Hand – so die Idee.
Mehr Fett im Körper
Mehr Fett im Körper
als gedacht
Dass dies alles andere als abwegig ist,
meint auch Tobias Fromme vom Lehr-
stuhl für Molekulare Ernährungsmedizin
an der TU München: «In kleinen Säugetie-
ren klappt das schon ganz gut.» Er und sein
Team fanden kürzlich, das
s die Menge an
braunem Fett bei Erwachsenen etwa drei-
mal so gross ist wie bisher angenommen.
Dies habe auch das Interesse der Pharmain-
dustrie an pharmakologischen Fettverbren-
nern neu entfacht, sagt Fromme.
Tatsächlich kennen Experten mittler-
weile zahlreiche Botenstoffe, die die Akti-
vität und Umwandlung von Fettzellen be-
günstigen. Dazu gehören unter anderem
Katecholamine wie Adrenalin und Norad-
renalin.
Viele der bisherigen Ergebnisse wurden in
Experimenten mit Tieren oder tierischen
Zellen gewonnen. Forscher in Deutschland
und der Schweiz zeigten kürzlich, wie sich
– zumindest experimentell – auch mensch-
liche weisse Fettzellen zu braunen umpo-
len lassen. «Etwa 10 % menschlicher Fett-
zellen werden im Jahr ‹renoviert›, das
heisst, durch neue Fettzellen ersetzt», ist
dem Forschungsbericht zu entnehmen.
«Möglicherweise besteht hier die Möglich-
keit, durch Umpolung der Fettvorläuferzel-
len eine schonende Rekrutierung brauner
Fettzellen im weis
sen Fettgewebe zu erzie-
len», so die Forscher weiter. Für die körpe-
reigene Wirksubstanz, die MicroRNA-26,
sei in den USA und der EU bereits das Pa-
tent erteilt.
12
ALTA VISTA
APRIL 2018
FORSCHUNG
ÜBERGEWICHT
Wunden belasten die Betroffenen, fordern die Pflegefachpersonen und verursachen hohe Kosten. Der
moderne Silikon-Schaumverband ALLEVYN LIFE mit Superabsorber-Kern und einzigartigem Wechsel-
indikator perfektioniert die Wundversorgung, entlastet dank bis zu 50% weniger Verbandwechseln die
Pflegefachkräfte und überzeugt auch die Patienten
1–3
.
L
aut aktuellen Erhebungen verschlingt die mit häufi gen Verbandwechseln
verbundene Wundversorgung bis zu 66% der wertvollen Pfl egezeit. Zu-
dem leiden Wundpatienten häufi g unter Schmerzen – insbesondere beim
Verbandwechsel.
Mit ALLEVYN LIFE steht nun von Smith & Nephew ein innovativer Sili-
kon-Schaumverband zur Verfügung, der bezüglich Qualität der Wundversorgung
und Wohlbefi nden der Patienten wegweisend ist. Der zusammen mit Patienten,
Pfl egefachkräften und Ärzten entwickelte Verband ermöglicht ein effi zientes Ex-
sudat-Management zugunsten schneller Wundheilung, bietet hohen Tragekomfort
und entlastet auch die Pfl egenden. Denn mit ALLEVYN LIFE sinkt die Zahl der
Verbandwechsel um bis zu 50%. Das spart Zeit und Kosten
1–3
.
Fünf Schichten, Superabsorber-Kern und einzigartiger Wechselindikator
Dank modernster Materialien und einem innovativen fünfschichtigen Aufbau bie-
tet ALLEVYN LIFE klare Vorteile gegenüber konventionellen Schaumverbänden.
Auf der Wunde liegt eine sanft haftende, perforierte Wundkontaktschicht aus
Silikon-Gel. Diese minimiert das Risiko von Hautirritationen, steigert den Trage-
komfort und ermöglicht einen schmerzarmen, atraumatischen Verbandwechsel.
Darüber liegen, zur Erzeugung des für eine schnelle Wundheilung nötigen ide-
al-feuchten Wundmilieus, ein hydrozellulärer Schaum und ein Superabsor-
ber-Verschlusskern, welcher aus der Wunde austretendes Exsudat aufnimmt und
selbst unter Druckeinwirkung sicher einschliesst. Damit sinkt das Risiko signifi -
kant, dass der Verband undicht wird und vorzeitig gewechselt werden muss. Zu-
dem wird einer Geruchbildung wirkungsvoll vorgebeugt.
Zwischen dem Verschlusskern und der hoch atmungsaktiven, wasser- und
bakteriendichten Aussenfolie liegt eine Maskierungsschicht. Diese minimiert
die Sichtbarkeit von Exsudat nach aussen – zugunsten eines sauberen Gefühls
der Patienten auch nach mehreren Tagen.
Abgerundet wird der Aufbau von ALLEVYN LIFE durch den einzigarti-
gen Wechselindikator. Dieser zeigt an, wenn 75% des Verbands mit Exsudat
gefüllt sind und ein Verbandwechsel nötig wird.
Anatomische Form für viel Komfort – auch beim Duschen
Ebenso innovativ sind die ausgeklügelte Kleeblattform und der breite Haftrand
von ALLEVYN LIFE. Der in vier Standard-, einer Fersen- und zwei Sak-
rum-Varianten erhältliche Verband lässt sich hervorragend an alle Körperkontu-
ren anpassen, verrutscht deutlich seltener und haftet derart sicher, dass die Pati-
enten damit duschen können. Nicht zuletzt mildert der mehrschichtige Aufbau
Bis zu zwei Verbandwechsel
pro Woche sparen
PUBLIREPORTAGE
Druck- und Stosseinwirkungen von aussen. So fühlen sich die Patienten jeder-
zeit gut geborgen und sind vorbeugend vor Druckgeschwüren geschützt. Laut
einer US-amerikanischen Studie reduzierte sich die Zahl der Druckgeschwüre
nach Einführung eines Präventionsprotokolls mit ALLEVYN LIFE um 69%
4
.
Bis zu 50% weniger Verbandwechsel, überzeugte Patienten, entlastete
Pfl egefachkräfte
Weitere klinische Erhebungen belegen: Die durchschnittliche Verbandliegezeit
von ALLEVYN LIFE liegt mit 5,2 Tagen rund 50% höher als bei konventionellen
Schaumverbänden (3,4 Tage). Somit können P egefachkräfte pro Patient bis zu
zwei Verbandwechsel wöchentlich einsparen
1–3
. Zugleich profi tieren die Patienten
von einem gesteigerten Wohlbefi nden und mehr Lebensqualität. Laut Erhebun-
gen bewerten bis zu 84% ALLEVYN LIFE bezüglich Geruchsbildung, Haftver-
mögen, Schutz gegen Flüssigkeitsaustritt und Durchnässung sowie im Hinblick
auf Tragekomfort und Schmerzfreiheit beim Verbandwechsel positiv
5
.
Literatur
1.
Stephen-Haynes J et al. The clinical performance of a Silicone Foam in an NHS
Community Trust, Journal of Community Nursing, 2013; 27(5).
2.
Simon D and Bielby A. A structured collaborative approach to appraise the
clinical performance of a new product. Wounds UK 2014;10(3): 80–87
3.
Joy H et al. A collaborative project to enhance efficiency through dressing
change practice. Journal of Wound Care 2015; 24(7): 312, 314–7
4.
Swafford K et al. Use of a Comprehensive Program to Reduce the Incidence of
Hospital-Acquired Pressure Ulcers in an Intensive Care Unit. American Journal
of Critical care 2016; 25(2): 152–155
5.
Rossington A et al. Clinical performance and positive impact on patient
wellbeing of ALLEVYN LIFE. Wounds UK 2013; 9(4): 91–95.
PUBLIREPORTAGE
ALLEVYN LIFE
APRIL 2018
ALTA VISTA
13
Cannabis als Medikament
– wo stehen wir?
Immer mehr Stimmen werden laut, Cannabis solle endlich in der Medizin überall
zugelassen werden. Zeit also für eine Bestandsaufnahme.
DR. MAJA MAURER
U
nter den mehr als 60 bekann-
ten Cannabinoiden, die aus der
Hanf pfl anze gewonnen werden
nnen, sind mehrere psycho-
aktiv
wirksam. Die höchsten
Konzentrationen nden sich für D-9-Tetra-
hydrocannabinol (THC) und Cannabidiol
(CBD), deren psychische Effekte sehr ver-
schieden sind.
Für psychotrope Effekte werden beim
Rauchen eine Dosierung von 5 10 mg THC
benötigt. Dann sind spürbare Effekt etwa
im Ausmass des Konsums von 1 2 Gläsern
Wein zu erwarten.
THC in hohen Dosen zählt zu den Hal-
luzinogenen I. Ordnung. Diese bewirken ei-
nen «aussergewöhnlichen Bewusstseinszu-
stand i. e. S.» (ABZ) mit Veränderungen der
Denkabläufe, des Zeiterlebens, intensiven
Emotionen (Glückseligkeit bis Panik), Kör-
perschema-Veränderungen, optisch-halluzi-
natorischen Phänomenen, Synästhesien und
verändertes Bedeutungserleben. CBD hin-
gegen wirkt als Beruhigungsmittel.
CBD und THC interagieren in nicht
völlig aufgeklärter Weise miteinander. So
kann CBD die Wirkung von THC teilweise
unterdrücken. Bei Drogenhanf ist das Ver-
hältnis THC/CBD zwischen 2:1 und 7:1.
Präferenzen von Konsumenten können
sehr unterschiedlich sein. Auffällig ist, dass
viele Dauerkonsumenten Präparate mit ho-
hem CBD-Gehalt bevorzugen.
Cannabidiol (CBD) ist ein kaum psychoaktives Cannabinoid. Medizinisch wirkt es
entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit.
14
ALTA VISTA
APRIL 2018
FOKUS
CANNABIS
Cannabis in der Volksmedizin
In der Volksmedizin wird Haschisch vor
allem für Stimmunsgregulierungen bei de-
pressiven und ängstlichen Zuständen er-
wähnt. Als Schlafmittel kann es sowohl bei
Einschlaf- als auch bei Durchschlafstörun-
gen eingesetzt werden. Nach vornehmlich
kas
uistischen Berichten ist Cannabis ein
gutes Mittel zur Bekämpfung der Entzugs-
symptomatik bei Abhängigkeiten von Se-
dativa, Opiaten oder Alkohol. Einzelne
Kasuistiken berichten über Behandlungs-
erfolge bei verschieden schweren psychia-
trischen Erkrankungen. Zur Behandlung
von Epilepsien könnte vor allem CBD eine
wertvolle Ergänzung derzeit gängiger Me-
dikamente darstellen.
Die Kenntnisse zur Behandlung seeli-
scher Erkrankungen mit Cannabinoiden
muss nach heutigen wissenschaftlichen Kri-
terien als mager eingestuft werden, da ent-
sprechende Studien weitgehend fehlen.
Wie bei allen illegalen Drogen wurden
und werden Gefahren stark betont und
manchmal, vor allem im Vergleich zu le-
galen Drogen und Psychopharmaka, über-
gewichtet. Bei Cannabis steht hier neben
der Diskussion um Abhängigkeitspotential
und Konsum in untauglichem Setting (z. B.
Schule) dessen mögliche sog. psychotische
Wirkung im Vordergrund.
Wie andere Halluzinogene – aber auch
psychologische Techniken des Reizentzugs
oder der Reizüberfl utung – bewirkt THC in
hohen Dosen einen ABZ (s. o.). Ein solches
Erleben kann auch in Form eines «bad
trips» oder «horror trips», meistens wäh-
rend allgemein belasteten Lebenslagen, bei
jedem Menschen auftauchen. Die seelische
Wirkung von Hanfpräparaten begleitet
wahrscheinlich die ganze Menschheitsge-
schichte, ob als Genussmittel im Alltag
oder, dann meist in höheren Dosierungen,
im kaum trennbaren Komplex von Religi-
on, Heilbehandlung und Magie – also, wie
es Hannes Behr (1996, S.115) betitelt – als
Götteratem oder als Slumgestank.
Als Genussmittel schätzten und schätzen
die Hanfgeniesser meistens die «wärmen-
de» Wirkung, um beispielsweise den Feier-
abend zu intensivieren. Unter den 483 In-
haltsstoffen sind heute 66 Cannabinoide
bekannt, die aus der Hanfpfl an
ze gewon-
nen werden können. (Grothenhermen,
2001, S. 46–66 Cannabinoide, 483 Inhalts-
stoffe).
Die letzten zehn Jahre der Cannabis-
forschung waren eng verknüpft mit der Ent-
deckung endoger Cannabinoidsysteme. Re-
zeptoren für Cannabinoide, ob eigene sog.
endogene oder von aussen zugeführte, wie
z.B. durch Cannabis sativa, wurden bei vie-
len Tierarten gefunden. Diese Rezeptoren
sind phylogenetisch sehr alt, selbst bei Poly-
pen (Korallen) kann man welche fi nden.
Diese «uralte Erfi ndung der Natur»
ndet sich als Grundprinzip an sehr vielen
Orten des menschlichen Körpers, so auch
im Grosshirn und den Basalganglien.
Interaktionen der endogenen Cannbi-
noidsysteme gibt es mit allen grossen be-
kannten Rezeptorsystemen, sodass Erklä-
rungsversuche über die einzelnen Prozesse
an Zellen und Ionenkanäle für seelische
Veränderungen, wie wir sie erleben kön-
nen, zumindest verfrüht sind.
Nutzen und Gefahren
Spricht man über «Nutzen und Gefahren»,
so sind Beurteilungen des Konsums von
Hanfpräparaten als Genussmittels je nach
Werteinstellungen von Personen oder Grup-
pen, mal dem einen, mal dem andern
zuzu-
rechnen.
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Üblicherweise wird der Gebrauch als
Heilmittel oder Medikament dem «Nut-
zen» zugerechnet.
Als potentielle Psychopharmaka dürfte un-
ter den Cannabinioden die Wirkweise des
CBD eine grössere Rolle spielen als dieje-
nige von reinem THC.
Haschisch wird vor allem für Stim-
mungsregulierungen bei depressiven und
ängstlichen Zuständen immer wieder er-
wähnt. Die bisherigen Untersuchungen nach
modernen wissenschaftlichen Kriterien sind
mager (Betäubungsmittelgesetz), lassen aber
vermuten, dass neurotische Depressionen
besser ansprechen als die schweren, früher
als endogen bezeichneten Formen.
Betrachtet man epileptische Anfälle,
ob hereditär oder als Entzugssymptom, so
sind sie in der Volksmedizin verschiedener
Kulturen eine wichtige Indikation von Ha-
schischpräparaten. Vermutlich ist hier aber
die Zubereitung von hoher Wichtigkeit.
Neuere Untersuchungen (Consroe and Sni-
der in Mechoulam, 1986) mit einzelnen
Cannbinoiden lassen vermuten, dass reines
THC manchmal epileptische Anfälle auslö-
sen können, CBD sich aber bei «grand
mal»-Anfällen dann noch bewährt hat,
wenn derzeit gängige Medikationen nicht
mehr weiterhalfen. Der Wirkmechanismus
ist ähnlich zu Phenytoin, indem die Aus-
breitung der Entladung gehemmt wird.
Beobachtungen über Cannabinoide als
Oxidantien lassen vermuten, dass bei Folge-
erscheinungen von Durchblutungsstörungen
des Gehirns (Schädel-Hirn-Trauma, De-
menzen) Behandlungsversuche mit Canna-
binoiden unerwartete Ergebnisse bringen
könnten. Einzelne Berichte beschreiben er-
folgreiche Verhaltensänderungen von THC
bei Chorea Huntington und beim Tourette-
Syndrom.
Und die Abhängigkeit?
Nicht selten bezeichnen sich Dauerkonsu-
menten selbst als abhängig, allerdings kla-
gen sie dabei nie über körperliche Entzugs-
symptome und es entsteht auch keine
Toleranzverschiebung, die Dosiserhöhungen
zur Folge hätte. Die Klagen beinhalten eher
«bin unruhig, mir ist langweilig, ich kann
schlecht schlafen» als Aspekte allgemein
mangelnden Wohlbefi ndens, das nach che-
mischer Regulierung fragt, wie es in unserer
Gesellschaft leider gang und gäbe ist. Darin
verbirgt sich aber auch die Selbstmedikation
im Sinne eines Antidepressivums.
Nicht nur das Kraut wuchert, sondern auch die Legenden rund um Cannabis.
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den Menschen.
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16
ALTA VISTA
APRIL 2018
FOKUS
CANNABIS
Viele Menschen verbinden Pflanzen mit schönen Erinnerungen, Freude und sinnvol-
ler Beschäftigung. Der positive Effekt kann für die kreative Arbeit in Pflegeheimen
genutzt werden und einen gelingenden Alltag fördern.
P
anzen eignen sich als Türöffner für gute Pfl ege. Grund
für die besondere Rolle von Pfl anzen ist deren Veranke-
rung in der Biografi e vieler älterer Menschen. Viele
Pfl egeheimbewohnende haben Pfl anzen in ihren Gärten,
Wohnungen und auf ihren Balkonen gepfl egt. Sie ver-
binden Pfl anzen mit freudigen Erinnerungen an vergangene Zeiten,
mit Festen und mit Begegnungen mit Freunden und im Familien-
kreis. Pfl anzen fördern das Miteinander und können zum Aufbau
und Erhalt einer professionellen pfl egerischen Beziehung zwischen
Bewohnenden und Pfl egefachpersonen beitragen. Aktivitäten mit
Pfl anzen werden mit positiven Erlebnissen assoziiert, sie regen die
Sinne an und bieten die Möglichkeit aktiv zu sein und mit anderen
Menschen in Kontakt zu treten. Es lohnt sich, Pfl anzen in die Pfl ege
zu integrieren, um das soziale Miteinander zu fördern und Stress zu
vermindern und von Unruhe, negativen Gefühlen und Schmerzen
abzulenken.
Miteinander ins Gespräch kommen
Die Geschichte eines Bewohners veranschaulicht das Potenzial von
Pfl anzen für die Pfl ege. Dieser hat von seiner Tochter, die ihn im
Pfl egeheim besuchte, einen Strauss Rosen erhalten. Dieselben Ro-
P anzengestützte P ege
bereichert den Heimalltag
sen hatte er einst seiner verstorbenen Frau geschenkt. Als ihn eine
Pfl egefachperson auf den schönen Strauß anspricht, beginnt der
sonst eher in sich gekehrte Mann ausführlich von seinem Leben
und der schönen Zeit mit seiner Frau zu erzählen. Im Gespräch
blüht er auf und lächelt. Er erinnert sich aber auch an den Verlust
seiner Frau. Auf die Erinnerungen und Gefühle der Trauer reagiert
die Pfl egefachfrau mit dem Versprechen, gemeinsam mit dem Be-
wohner für eine möglichst lange Haltbarkeit der Blumen zu sorgen.
Diese Begegnung war der Beginn einer vertrauensvollen Bezie-
hung, die sich positiv auf weitere pfl egerische Handlungen aus-
wirkte.
Praxishandbuch für den Heimbereich
Gelungene pfl anzengestützte Pfl ege kann ein wertschätzendes und
respektvolles Miteinander ermöglichen. So können Bewohnende
und Mitarbeitende einen sinnstiftenden Alltag gestalten und sich an
gemeinsamen Aktivitäten erfreuen. In einem Forschungsprojekt
des Instituts für Pfl ege und des Instituts für Umwelt und Natürliche
Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaf-
ten wurden zusammen mit einem Wirtschaftspartner in zwei Pfl e-
geheimen Pfl anzen kreativ mit Pfl egeinterventionen kombiniert.
Ziel des Projekts war es pfl anzengestützte Interventionen zu entwi-
ckeln und in den Heimalltag zu integrieren, um den professionellen
Beziehungsaufbau zu unterstützen und so einen gelingenden Alltag
der Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern. Aus dem Projekt ist
das Praxishandbuch «Pfl anzengestützte Pfl ege» entstanden. Es
kann genutzt werden, um den Lebens- und Arbeitsalltag im Pfl ege-
heim gemeinsam und kreativ zu gestalten.
DETAILS ZUR PUBLIKATION
Waldboth, Veronika; Suter-Riederer, Susanne; Föhn,
Martina; Schneiter-Ulmann, Renata; Imhof, Lorenz (2017).
Pflanzengestützte Pflege: Praxishandbuch für pflanzen-
gestützte Pflegeinterventionen im Heimbereich.
Bern: Hogrefe Verlag.
Erinnerungen an die einstige Gartenarbeit: Eine Heimbewohne-
rin kümmert sich im Alterszentrum Gibeleich um ihre Zimmer-
pflanzen.
BUCHTIPP
PFLANZENGESTZTE PFLEGE
APRIL 2018
ALTA VISTA
17
In die Schuhe des
anderen schlüpfen
BETTY KAWOHL
D
ie 1932 in München geborene
und in den USA aufgewach-
sene Naomi Feil entwickelte
zwischen 1962 und 1980 eine
Methode, die den Umgang mit
alten und verwirrten Menschen erleichtern
sollte. Dabei hatte sie als Gerontologin bei-
de Seite im Blick: die Pfl egenden wie die
Patienten.
Das Grundprinzip der Validation er-
kennt man sofort, wenn man den aus dem
Lateinischen stammenden Begriff ins
Deutsche übersetzt: Wertschätzung. Diese
Wertschätzung der Patienten ist der Dreh-
und Angelpunkt des Pfl egeprinzips. Dem-
entsprechend verbirgt sich hinter dem Be-
griff Validation nicht nur eine Methode,
sondern vielmehr auch eine grundsätzliche
Haltung der Betreuenden den Bedürftigen
gegenüber.
Für die Betreuenden ist es oftmals
schwierig, wenn nicht sogar unmöglich,
das Verhalten dementer Patienten nachzu-
vollziehen. Dieses Unverständnis führt im
Folgenden immer wieder zur Ablehnung
der Dementen. Diese Ablehnung wiederum
verschlechtert die Stimmung in den Ein-
richtungen und erhöht den erlebten Stress
des Pfl egepersonals. Hinzu kommt, dass
die Patienten, auch wenn sie verwirrt sind
und scheinbar nur noch wenig von dem
mitbekommen, was um sie herum vorgeht,
die Ablehnung durchaus spüren und darauf
entweder mit Unwillen und Ablehnung
ihrerseits oder mit einem vollkommenen
Rückzug ins Innere reagieren, sodass sie
für die Pfl egenden kaum noch erreichbar
sind.
Bei der Validation geht man von der Grund-
annahme aus, dass die Dementen durchaus
noch Dinge aus ihrer Umwelt mitbekom-
men, dass sie aber grundsätzlich in ihrer
eigenen Welt leben und die – gezeigten –
Gefühle der Spiegel ihrer Seele sind. Das
Hier und Jetzt ist für die Dementen häufi g
nicht verständlich, was man in den Einrich-
tungen oder auch im Familienkreis akzep-
tieren muss, um den Betroffenen gerecht
werden zu können.
Alte, demente Menschen fühlen sich oft nicht wohl und verstärken damit die Belas-
tung für Angehörige und Pflegepersonal. Hier könnte die Validation helfen.
Da bei Dementen das kognitive Gedächtnis
per Defi nition mehr und mehr verschwin-
det
, verfügen sie über weite Zeiträume nur
noch über ein emotionales Gedächtnis
und hieran versucht die Validation anzu-
knüpfen.
Das Ziel der Validation ist es, Vertrau-
en und Geborgenheit zu vermitteln, etwas,
das die Betroffenen häufi g so nicht mehr
empfi nden, weil sie täglich immer wieder
mit Aufforderungen, Anweisungen oder
Eines der Ziele der Validation ist, Vertrauen und Geborgenheit zu vermitteln.
18
ALTA VISTA
APRIL 2018
PFLEGE
VALIDATION
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Verboten konfrontiert werden. Zudem ver-
stehen sie durch ihre eingeschränkten
kognitiven Fähigkeiten vieles nicht mehr,
wodurch für sie die Aufforderungen des
Pfl egepersonals oder der Angehörigen
nicht nachvollziehbar sind oder ihnen so-
gar unsinnig erscheinen.
Auch Demente haben
Bedürfnisse
Alte, demente Menschen haben durchaus
Bedürfnisse, die über die rein pfl egerischen
wie Nahrungsaufnahme und Hygiene hin-
ausgehen. So ist es ihnen trotz oder viel-
leicht auch gerade wegen ihres hohen Al-
ters wichtig
unbewältigte Konfl ikte zu lösen,
das Gefühl der Identität und Würde
wiederzuerlangen,
sich aus der als schmerzhaft empfunde-
nen Gegenwart zurückzuziehen,
Angenehmes aus der Vergangenheit
nochmals zu erleben bzw. nachzuemp-
nden sowie
Langeweile gelindert zu bekommen.
Für das Befriedigen dieser Bedürfnisse ist
es unabdingbar, dass sich das Pfl egeperso-
nal oder die Angehörigen möglichst genau
in die Welt des Dementen hineinfühlen,
man soll also möglichst «in die Schuhe des
anderen schlüpfen». Das Schlüpfen in das
Denken und Fühlen des Patienten erfordert
allerdings im ersten Schritt eine gute und
geschulte Beobachtungsgabe. Hierfür ge-
nügt es nicht, den Patienten täglich zu se-
hen und ihm zum Beispiel beim Essen zu
helfen oder ihn zu waschen. Gefordert ist
vielmehr zunächst eine Beobachtung in
möglichst vielen Situationen, verteilt über
den ganzen Tag. Dazu sollte man, vor allem
wenn man dem eigenen Gedächtnis nicht
ganz traut, möglichst genaue Notizen über
die gemachten Beobachtungen anfertigen.
Diese Beobachtungen sollten danach –
möglichst im Plenum mit den anderen Mit-
arbeiterInnen auf der Station – ausgewertet
werden, um vielleicht besondere Hand-
lungsschemata oder auch für den Patienten
typische Reaktionen in bestimmten Situati-
onen erkennen zu können.
Hilfreich, zum Teil auch notwendig, sind
Gespräche mit Angehörigen und Bekannten
der alten Menschen, um etwas über deren
Leben zu erfahren, denn viele im Jetzt ge-
zeigte Verhaltensweisen resultieren aus
Sollte sich eine Pflegeeinrichtung allerdings für das
Einführen der Validation entscheiden, ist für die
Patienten viel gewonnen und ein Leben in Würde und
Geborgenheit ein ganzes Stück nähergekommen.
Praxisnah und persönlich.
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demenz
vertrauen
identitätsgebend
personenzentriert
kommunikation
Erlebnissen in der Vergangenheit, die viel-
leicht vom Umfeld längst vergessen wurden
oder die als nicht relevant eingeschätzt wur-
den. So kann zum Beispiel das Verhalten
einer Patientin, die andauernd und scheinbar
ohne Grund immer wieder ihren Handrü-
cken küsst, darauf zurückzuführen sein,
dass diese Frau vor vielen Jahren einmal
eine Abtreibung hatte, die sie nie verarbeitet
hat und an die sie sich nun durch das Küssen
ihres Handrückens, der für das von ihr «ge-
tötete» Baby steht, mit einer sehr emotiona-
len Handlungsweise erinnert. Nicht in Vali-
dation geschultes Personal würde vielleicht
mit der Aussage: «Frau X, jetzt hören Sie
doch einmal auf, Ihre Hand dauernd zu küs-
sen. Das macht uns alle ganz nervös und es
ist zudem in höchstem Masse unhygie-
nisch.» reagieren und damit die Betroffene
noch mehr verletzen, als sie es durch ihre
ursprüngliche Tat sowieso schon ist. Viel-
mehr sollte die Patientin gefragt werden,
was denn das Küssen ihrer Hand bei ihr für
Gefühle auslöst. So kann man längst ver-
schütteten Erlebnissen und Erinnerungen
auf die Spur kommen und dem Patienten
eine Gewissenserleichterung verschaffen.
Jeder Mensch, auch der alte und
demente, ist wertvoll
Das Pfl egepersonal sollte von der Grund-
haltung erfüllt sein, dass jeder Mensch,
auch der alte und demente, wertvoll ist und
dass man ihm immer mit Respekt begegnen
sollte. Das Verändernwollen ist nicht nur in
den meisten Fällen vollkommen sinnlos, es
ist sogar kontraproduktiv, da die Patienten
sich dann nur in sich selbst zurückziehen
und man umso weniger an sie herankommt.
Stattdessen sollte zugehört werden, ohne
zu werten und ohne die Aussagen zu korri-
gieren, auch wenn sie uns, nicht dementen,
jüngeren Menschen als unglaubwürdig
oder falsch erscheinen. Wenn ein Patient
behauptet, er habe einen Zimmernachbarn,
der immer seine Getränke über ihn auskip-
pe, nun sei seine Hose schon wieder nass,
dann hilft es manchmal zu fragen, an wel-
chen Tagen der Zimmernachbar das denn
nicht mache. Der Patient antwortet dann
vielleicht: «Das macht er nie, wenn vorher
die junge Pfl egerin bei mir war und mich
zur Toilette begleitet hat.» Es wird klar,
dass der alte Mann seine Inkontinenz, die
ihm offenbar peinlich ist, mit einer erfun-
denen Geschichte vertuschen wollte. Jetzt
liegt es an den Pfl egenden, angemessen auf
die gehörte Erklärung zu reagieren.
Dies ist oftmals gar nicht so einfach,
da die Patienten, so eingeschränkt sie in ih-
ren kognitiven Fähigkeiten sein mögen,
über ein erstaunliches Potential an Phanta-
sie verfügen, das manche sinnvolle Erklä-
rung nur schwer erkennen lässt.
Sollte man als Pfl egender die wahre Bedeu-
tung einer Aussage oder einer Verhaltens-
weise nicht verstehen – und das wird einem
mehr als einmal so gehen –, sollte man
nicht verzweifeln. Wichtig ist es immer,
verständnisvoll zu reagieren, nicht zu ver-
urteilen und das Verhalten nicht korrigieren
zu wollen. Dies muss man natürlich erst
einmal lernen, denn das Ganze funktioniert
nicht, wenn die Gefühle, die man den De-
menten gegenüber zeigt, nicht echt sind.
Das nämlich merken die Patienten, die ja
durchaus noch über emotionale Fähigkei-
ten verfügen, sofort.
Hektik, Zeitmangel und Fluktua-
tion machen es den Pflegenden
schwer
Wenn man aber die Validation konsequent
und überzeugt anwendet, wird man bald
merken, dass das sich das Verhalten der
Dementen zum Positiven entwickelt, dass
die Zufriedenheit steigt und damit auch die
Lebensqualität der Patienten.
Trotzdem fi ndet man bisher nicht viele
Pfl egeeinrichtungen, die diese Methode in
ihren Pfl egealltag integriert haben. Dies
liegt an verschiedenen Faktoren. Zum ei-
nen benötigen die Pfl egenden eine zusätzli-
che Ausbildung, da das Prinzip noch nicht
in die «normale» Pfl egeausbildung integ-
riert ist.
Diese Aufbaukurse – zumeist ge-
gliedert in Basis- und Fortgeschrittenen-
kurse – sind in der Regel zwei- oder
dreitägig und werden in der gesamten
Schweiz angeboten.
Ausserdem kostet das Anwenden die-
ses Prinzips Zeit – und vielfach auch Ner-
ven. Wie oben beschrieben ist eine genaue
Beobachtung des Patienten die Grundvor-
aussetzung für eine erfolgreiche Durch-
setzung der Ideen. Dies ist in einem meist
eng durchgetakteten Pfl egealltag, der kaum
Freiräume enthält, nur schwierig durchzu-
führen. Pfl egepersonal, das von Patient zu
Patient hetzt und zunehmend mehr Aufga-
ben aufgebürdet bekommt, hat kaum Zeit,
sich langwierig mit einer einzigen Person
zu befassen. Noch schwieriger wird dies,
wenn man die Fluktuationszahlen in man-
chen Einrichtungen bzw. auf manchen Sta-
tionen betrachtet. Kontinuität ist eine der
Grundvoraussetzungen für eine gelungene
Validation, denn nur konstante Bezugsper-
sonen können dem Dementen ein ausrei-
chendes Mass an Geborgenheit vermitteln.
Als letzter erschwerender Faktor kommt
die fehlende Kenntnis über die Vorge-
schichte der meisten Patienten hinzu. In
unserer modernen Welt sind Angehörige
immer seltener erreichbar, die sich im Le-
ben der Dementen auskennen und die tief-
greifende Einschnitte oder Erlebnisse mit-
erlebt oder zumindest erzählt bekommen
haben. Somit fehlt in vielen Fällen die Ba-
sis für das Deuten von Verhaltensweisen
und die Pfl egenden stochern in einem Ne-
bel aus Unerklärbarem herum.
Die meisten Pfl egeeinrichtungen tun
sich grundsätzlich schwer mit der Einfüh-
rung «neuer» Konzepte, da man es scheut,
den Pfl egealltag umzustrukturieren. Eben-
so können sich die Pfl egenden nicht immer
darauf einlassen, neue Wege zu beschrei-
ten, weil sie Angst haben zu versagen oder
etwaige Mehrarbeit befürchten. Sollte sich
eine Pfl egeeinrichtung allerdings für das
Einführen der Validation entscheiden, ist
für die Patienten viel gewonnen und ein
Leben in Würde und Geborgenheit ein gan-
zes Stück nähergekommen.
Ziel ist ein Leben in
Würde und Geborgenheit,
auch für Demente.
20
ALTA VISTA
APRIL 2018
PFLEGE
VALIDATION
Seit 2009 informiert der Treffpunkt.Gesundheit die Bevölkerung der Stadt und
Region Luzern über die Themen Sport und Bewegung, Ernährung, Entspannung
und Kreativität.
D
er Treffpunkt.Gesundheit hat sich zu einer der Veran-
staltung für Prävention entwickelt. Der Event ndet im
Rathaus, auf dem Kornmarkt und auf dem Bahnhof-
platz statt. Mehr als 5000 Besucher zählt das Rathaus
und je 10 000 Besucher nden sich während der drei
Tage auf den beiden Aussenfl ächen ein.
Der Eintritt ist gratis und es werden auch dieses Jahr wieder
ausgewählte Gesundheitstests von A- wie Augen bis Z- wie Zähnen
angeboten. Auf dem Bahnhofplatz präsentiert das Luzerner Kan-
tonsspital mit dem Rettungsdienst «drück mich» zusammen mit der
Kardiologie die Herzmassage als wirksame Notfallmassnahme.
Die Patronat-Partner ARGUS Augen, Amplifon und Cliniodent so-
wie weitere 25 Unternehmen aus den Bereichen Gesundheit und
Prävention ermöglichen die Veranstaltung. Die Permed AG infor-
miert über ihre Dienstleistungen wie die Private Spitex. Roche Di-
10 Jahre
Treffpunkt Gesundheit
agnostics International Ltd. stellt die Gesundheitspräven tion spezi-
sch für die Frau vor. Für Unterhaltung, Sport und Spiel ist gesorgt.
Feine Snacks und frische Säfte erwarten die Besucher im «FiLu»
– Fit in Luzern-Bistro. Beim Jubiläumswettbewerb sind Preise im
Wert von 10 000 Franken zu gewinnen. Die Gewinnerin oder der
Gewinner des 1. Preises erhält während 10 Jahren eine Überwa-
chung der Zahngesundheit und regelmässige Dental hygiene.
PUBLIREPORTAGE
DATUM UND ZEITEN
24. – 26. Mai 2 018
Luzern, Rathaus, Kornmarkt und Bahnhofplatz
Do – Fr 10.00 – 19.00 Uhr, S a. 9.00 – 16.0 0 U hr
GESUNDHEITSSCHNELLTESTS
Augendruck-Messung – ARGUS Augen; Blutdruck-Messung
– Klafs AG My Sauna & Spa; Eiswassertest – Elmex,
Gaba Schweiz AG; Hörtest – Amplifon AG; Puls-/Zungen-
Diagnose – TCM Vital Center; Sehtest – Fielmann AG;
Zwischenzahnreinigung – CURAPROX; und weitere
PUBLIREPORTAGE
TREFFPUNKT GESUNDHEIT
APRIL 2018
ALTA VISTA
21
Mehr Früherkennungs-Programme gegen Darmkrebs
In der Schweiz werden mehr Früherkennungs-Programme für
Darmkrebs angeboten. Denn wird der Krebs früh erkannt, ist
er in den meisten Fällen erfolgreich behandelbar. Jedes Jahr
erkranken 4300 Menschen in der Schweiz an Darmkrebs.
Fünf Jahre nach der Diagnosestellung leben noch sechs
von zehn Patienten, wie die Krebsliga Schweiz am Dienstag
mitteilte. Die Früherkennung sei wichtig, da sich die Krebsart
häufig erst nach mehreren Jahren bemerkbar mache, wenn
der langsam wachsende Krebs fortgeschritten sei.
Deshalb empfiehlt die Krebsliga allen Frauen und Män-
nern ab 50 Jahren, in die Darmkrebsfrüherkennung zu gehen.
Dabei haben sich zwei Untersuchungsmethoden bewährt: der
«Blut-im-Stuhl-Test» und die Darmspiegelung, die auch prä-
ventiv wirkt.
In den Kantonen Uri und Waadt sind die Untersuchungen
bereits von der Franchise befreit, im Tessin besteht ein Pilot-
programm. Ab kommendem Juni werden auch die Kantone
Genf, Jura und Neuenburg Darmkrebsfrüherkennungspro-
gramme anbieten. Anfang 2019 kommen gemäss der Krebsliga
auch das Wallis und einige Deutschschweizer Kantone dazu.
Die Grundversicherung ist laut der Krebsliga verpflichtet, bei
Menschen von 50 bis 69 Jahren alle zwei Jahre einen «Blut-
E-Beratung für psychisch kranke Eltern
Fast jeder Zweite leidet mindestens einmal in seinem Leben
an einer psychischen Erkrankung. Viele Betroffene sind El-
tern minderjähriger Kinder und Jugendlicher.
Sie setzen sich nicht nur mit ihrer Erkrankung auseinan-
der, sondern auch mit den Fragen: «Was bedeutet meine
Krankheit für die Kinder?» und «Kann ich meiner Verantwor-
tung als Mutter / Vater jetzt noch gerecht werden?». Das Insti-
tut Kinderseele Schweiz bietet jetzt eine anonyme e-Beratung
für betroffene Eltern an. Dieses Angebot hat die Stiftung mit
der fachlichen Unterstützung von Pro Mente Sana realisiert.
Ab sofort betreiben die beiden Stiftungen eine gemeinsame
e-Beratung durch Peers und psychosoziale BeraterInnen.
«Die Schwelle, sich Hilfe zu holen, ist für viele Eltern
hoch», erklärt Alessandra Weber, Geschäftsleiterin des Insti-
tuts Kinderseele Schweiz. «Die betroffenen Eltern schämen
sich und manche haben auch Angst, dass man ihnen die Kin-
der wegnimmt.» Mit dem niederschwelligen Angebot von
Kinderseele Schweiz gibt die Stiftung betroffenen Eltern und
ihren Angehörigen die Möglichkeit, Bedrückendes zu erzäh-
len und erste Antworten auf ihre Fragen zu finden.
Roger Staub, Geschäftsleiter von Pro Mente Sana, er-
klärt: «Wir bieten schon seit über drei Jahren anonyme
e-Beratung für psychisch kranke Menschen an. Als uns das
Institut Kinderseele Schweiz angefragt hat, ob wir es dabei
unterstützen würden, eine solche Beratung speziell für psy-
chisch kranke Eltern zu realisieren, haben wir sofort Hand
dazu geboten.» Die beiden Stiftungen arbeiten künftig im Be-
reich e-Beratungen eng zusammen. Während Pro Mente
Sana allgemeine Fragen über psychische Krankheiten und
Gesundheit beantwortet, kümmert sich Kinderseele Schweiz
um Fragen rund ums Thema «Elternsein mit einer psychi-
schen Belastung» oder «Kinder psychisch kranker Eltern».
Die anonymen Anfragen werden innert maximal drei Ar-
beitstagen beantwortet. Das Angebot eignet sich somit nicht
für akute Notfälle.
Gesehen & gehört
22
ALTA VISTA
APRIL 2018
NEWS
GESEHEN & GEHÖRT
Medikament aus der Suchtentwöhnung gegen Multiple Sklerose?
Öfter als man denkt, werden Arzneimittel für Bereiche ver-
schrieben, für die sie offiziell von den Arzneimittelbehörden
gar nicht zugelassen wurden. Diesen Einsatz ausserhalb des
genehmigten Anwendungsgebiets nennt man auch Off-La-
bel-Use oder zulassungsüberschreitende Anwendung. Aber
auch für die Verschreibung abseits der Zulassung gelten Re-
geln und Ärzte haften in solchen Fällen persönlich bei daraus
resultierenden Problemen.
Für die Behandlung von Multipler Sklerose ist schon län-
ger der Wirkstoff Naltrexon im Gespräch. Naltrexon wird nor-
malerweise zur Behandlung von Menschen eingesetzt, die
süchtig nach bestimmten Schmerzmitteln sind (Opiaten), um
ihnen zu helfen, von der Sucht wegzukommen. Die Wirkung
von Naltrexon beruht dabei darauf, dass der Wirkstoff Rezep-
toren im Gehirn blockiert, an die normalerweise die Drogen
binden würden. So kommt es zu keinen Glücksgefühlen beim
Konsum von Drogen oder Alkohol – und es wird einfacher, ab-
stinent zu bleiben.
Die Idee hinter der Off-Label-Behandlung mit Naltrexon
bei MS beruht ebenfalls auf der Blockierung der Rezeptoren
im Gehirn. Man vermutet, dass Endorphine das Immunsys-
tem regulieren können, auch wenn noch nicht ganz klar ist,
wie das funktioniert. Blockiert man nun die Rezeptoren mit
geringen Dosen Naltrexon, können vorübergehend keine En-
dorphine an die passenden Rezeptoren binden und der Kör-
per beginnt vermehrt Endorphine zu produzieren. Die kurz-
zeitig gesteigerte Endorphinkonzentration könnte sich positiv
auf die entzündlichen Prozesse der MS auswirken, vermuten
manche Wissenschaftler.
Inzwischen gibt es ein paar wenige, kleine Studien, die
Anzeichen dafür gefunden haben, dass niedrig dosiertes
Naltrexon positive Effekte auf Multiple Sklerose und andere
Autoimmunerkrankungen haben könnte. Ein Nachweis der
Wirksamkeit würde es zu einer günstigen und sicheren Alter-
native zu aktuellen Behandlungen machen. Eine andere Stu-
die aus dem Jahre 2010 kam jedoch zu dem Ergebnis, dass
die Behandlung mit niedrigen Dosen Naltrexon keinen Ein-
fluss auf die körperlichen Symptome der MS hatte. Dafür gab
es Hinweise auf eine verbesserte mentale Gesundheit der
Patienten. Um abschliessend zu klären, wie wirksam, sicher
und verträglich Naltrexon ist, sind weitere Studien nötig. Bis
dahin sollte der Einsatz genau abgewogen werden
Gesehen & gehört
im-Stuhl-Test» oder alle zehn Jahre eine Darmspiegelung zu
bezahlen. Die Franchise und der Selbstbehalt gehen ausser-
halb der Früherkennungsprogramme zulasten der Versi-
cherten.
Die Krebsliga weist weiter darauf hin, dass ein gesunder
Lebensstil mit einer ausgewogenen Ernährung das Risiko
von Darmkrebs senke: So sei bekannt, dass regelmässige
Bewegung, ein normales Körpergewicht sowie der Verzicht
auf Tabak und Alkohol das Darmkrebsrisiko senkten.
NEWS
GESEHEN & GEHÖRT
APRIL 2018
ALTA VISTA
23
Welche Farbe hat der
Hautkrebs?
DR. INGO HAASE
A
n keinem Organ können wir
Zustände und Veränderungen
so direkt wahrnehmen wie an
der Haut. Die Haut besteht aus
zahlreichen verschiedenen Zel-
len, die gemeinsam die Funktion des Haut-
organs sichern. Von allen Zellen der Haut
kann Krebs ausgehen. Je nach der Ur-
sprungszelle kann der Krebs verschiedene
Farben haben.
Als «weissen Hautkrebs» bezeichnen
wir Geschwülste, die von den Zellen der
obersten Hautschicht ausgehen. Dabei ist
die Bezeichnung «weisser Krebs» nicht
ganz korrekt; es sollte eher «hautfarbener
Krebs» oder «heller Hautkrebs» heissen, da
die Tumoren oft die Farbe der umgebenden
Haut haben. Dies erklärt schon eine Her-
ausforderung bei dieser Art von Krebs: die
rechtzeitige Erkennung. Denn wenn eine
Geschwulst oder eine Krebsvorstufe diesel-
be oder eine ähnliche Farbe wie die Umge-
bung hat, ist sie schwieriger zu erkennen,
im Unterschied beispielsweise zum schwar-
zen Hautkrebs (Melanom) oder zum roten
Hautkrebs (z. B. Lymphom) (siehe Abb. 1;
die grünen Pfeile zeigen auf den jeweiligen
Hauttumor).
Dabei sind die Tumoren der obersten
Hautschicht mit Abstand die häufi gsten
Krebserkrankungen nicht nur der Haut, son-
dern des gesamten menschlichen Körpers.
Schätzungen aus den USA zeigen, dass
die Zahl an neu diagnostizierten Erkran-
kungen an weissem Hautkrebs ca. 1 Milli-
on pro Jahr beträgt. Umgerechnet auf die
Schweiz bedeutet dies ca. 26 000 Erkran-
kungen pro Jahr. Untersuchungen über die
letzten Jahrzehnte zeigen, dass die Erkran-
kungszahlen Jahr für Jahr ansteigen.
Wie ist diese Häufi gkeit zu erklären?
Wie kein anderes Organ ist die Haut zahlrei-
chen verschiedenen Umwelteinfl üssen aus-
gesetzt, die die Entstehung von Krebs verur-
sachen oder begünstigen. Das ultraviolette
Licht der Sonne ist der wichtigste Risiko-
faktor für weissen Hautkrebs, daneben sind
Infektionen durch das Humane Papillomvi-
rus oder ein geschwächtes Immunsystem
ebenfalls von Bedeutung. Ultraviolettes
Licht, vor allem das kurzwellige UVB, wird
von der Erbsubstanz (DNS) in den Zellen
der obersten Hautschicht (Epidermis) direkt
aufgenommen und erzeugt durch photo-
chemische Reaktionen hier typische Schä-
den, die als Cyclobutan-Pyrimidin-Dimere
(CPDs) und 6 4-Pyrimidin- Photoprodukte
(6 4 PPs) bezeichnet werden. Diese Schä-
Beim Hautkrebs entscheidet meist die Herkunft der Krebszellen über die Farbe
desTumors. Neben der Bedeutung für die Diagnose kann die Farbe auch für die
Prognose sehr wichtig sein.
den verändern elementare Zellfunktionen
wie Zellwachstum und -teilung.
Beim Menschen löst diese Schädigung
der Erbsubstanz eine Reaktion aus, die
DNA damage response (DNS-Schaden-Re-
aktion) genannt wird. Diese komplizierte
Reaktion führt dazu, dass die Zellen, die
sehr viel UVB aufgenommen haben, ab-
sterben. Zellen die weniger stark geschä-
digt sind, gehen in eine Ruhephase, in wel-
cher die DNS-Schäden repariert werden.
Dies geschieht durch einen Reparaturme-
chanismus, der Nukleotid-Exzisions-Repa-
ratur (NER) genannt wird. Ohne solche
Reparaturmechanismen würde die DNS
aufgrund von Umwelteinfl üssen und durch
Reproduktionsfehler sehr schnell zuneh-
mende Fehlinformationen enthalten, die
den Organismus stark schädigen würden.
Bei Störungen der NER kommt es zu
Xeroderma pigmentosum, einer Krankheit,
die durch aggressiven Hautkrebs schon im
frühen Lebensalter gekennzeichnet ist. Bei
gesun
den Menschen ist die NER zwar sehr
effektiv, kann aber bei starken und andau-
ernden Schädigungen durch UV-Licht meist
nicht alle Schäden vollständig reparieren.
Bei starker und wiederholt
er Sonnenexposi-
tion akkumulieren dann über die Jahrzehn-
te UVB-Lichtschäden in der Haut. Dies
führt dann entweder zu den nachfolgend
aufgeführten Vorstufen oder unmittelbar,
ohne Vorstufe, zu weissem Hautkrebs.
Aktinische Keratosen/
Morbus Bowen
Aktinische Keratosen und der Morbus Bo-
wen sind Vorstufen von weissem Haut-
24
ALTA VISTA
APRIL 2018
AKTUELL
HAUTKREBS
krebs, die am häufi gsten durch Sonnenlicht
entstehen. Die Schädigungen der DNS ha-
ben hier dazu geführt, dass die Zellen der
Epidermis unkontrolliert wachsen; sie sind
jedoch noch in dieser obersten Hautschicht
verblieben. Aktinische Keratosen nden
sich deshalb immer an den Stellen der
Haut, die am stärksten dem Sonnenlicht
ausgesetzt sind: Stellen im Gesicht, Kopf-
haut (vor allem bei Männern mit früher
Glatzenbildung), Handrücken.
Auch beim Morbus Bowen liegen die
Tumorzellen noch in der obersten Haut-
schicht, die Ursachen für die Entstehung
sind nicht völlig geklärt.
Basaliome
Basaliome sind Tumore, die von den Zel-
len der Epidermis ausgehen, wenn eine be-
stimmte Mutation in einem Eiweiss ent-
steht, das «hedgehog» genannt wird. Diese
Mutation verändert dann die Aktivität ei-
nes Signalweges, der das Wachstum und
die Differenzierung der Hautzellen regu-
liert. Als Folge der veränderten Aktivität
treten die typischen Hauttumore auf, meist
im Gesicht, aber auch an anderen Stellen
des Körpers. Basaliome sind nicht mehr
auf die oberste Zellschicht der Haut
begrenzt, sondern wachsen in die Tiefe
der Haut ein. Im Unterschied zu anderen
Krebsarten metastasieren Basaliome aber
nicht, sondern wachsen langsam am Ent-
stehungsort und können über mehrere Jah-
re sehr gross werden.
Plattenepithelkarzinome der
Haut
Plattenepithelkarzinome, auch Spinaliome
genannt, sind die aggressivsten Vertreter
des weissen Hautkrebs. Sie entstehen eben-
falls aus den Zellen der obersten Haut-
schicht, oft aus Vorstufen wie Aktinischen
Keratosen oder Morbus Bowen. Diese Tu-
more wachsen frühzeitig in die Leder- und
Unterhaut ein und können mitunter entlang
der Hautnervenfasern rasch in die tiefen
Hautschichten vorwachsen. Plattenepithel-
karzinome können auch in die Lymphbah-
nen der Haut einbrechen und Metastasen in
den umliegenden Lymphknoten bilden. Bei
einem abgeschwächten Immunsystem n-
det man gelegentlich auch Metastasen in
anderen Organen.
Therapie von hellem Hautkrebs
Die Behandlung von hellem Hautkrebs
richtet sich nach der Art des Tumors und
nach der Tiefe des Eindringens. Neben
Abb. 1:
Malignes Melanom
Abb. 2:
Basaliom
Abb. 3:
B-Zell-Lymphom
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o
Christine Schäfer
MSc BA, Researcher / Chercheuse,
Gottlieb Duttweiler Institute
«Take Care – Betreuung und
Pflege in der Zukunft»
«Take Care – l’accompagnement
et les soins de demain»
Linda H. Aiken
PhD, RN, Claire M Fagin Professor
of Nursing & Sociology Director,
Center for Health Outcomes & Policy
Research, University of Pennsylvania,
Philadelphia USA
«The Impact of Nurse-Patient
Ratios on Patient Outcomes»
«Nurse-Patient-Ratios – Aus-
wirkung auf die Patienten»
«Le ratio infirmières-patients –
l’impact sur les patients»
Gertje van Roessel
Chief International Officer
at Buurtzorg
«Buurtzorg – transforming
neighborhood care»
«Buurtzorg – innovative,
ambulante Pflege in den
Niederlanden»
«Buurtzorg – soins ambu-
latoires innovants aux
Pays-Bas»
Dr Stéfanie Monod
MD, PD-MER, Cheffe du service de
la santé publique, Canton de Vaud /
Leiterin Gesundheitsamt, Kanton
W
aadt
«Les réformes des systèmes de
santé et le nouveau modèle de
soins vaudois»
«Die Reformen im Gesundheits-
wesen und das neue Waadt-
länder Modell»
Cédric Bussy
Maître d’enseignement, MScN,
Dozent / LER Prévention et Promotion
de la santé dans la communauté
Institut et Haute Ecole de la Santé
La Source – HES-SO – Lausanne
«La salutogénèse – une
approche innovante pour les
soins infirmiers»
«Salutogenese – ein innovativer
Ansatz für die Pflege»
der Operation als Standardverfahren existieren für hellen Haut-
krebs andere, schonendere Behandlungsmöglichkeiten, die bei
oberfl ächlichen Tumoren nicht zu einer Narbenbildung führen.
Aktinische Keratosen und Morbus Bowen sowie auch ache
Basaliome können mit Methoden behandelt werden, die die ober-
ächlichen Tumorzellen zerstören. Dies sind vor allem:
das Abschaben von oberfl ächlichen Tumoranteilen (Kürettage)
das Einfrieren der Tumorzellen mit fl üssigem Stickstoff
(Kryotherapie)
die Abtragung der Vorstufen mit dem Laser (CO2- Laser,
Erbium- Laser)
das Abtöten von Tumorzellen mit Licht (Photodynamische
Therapie)
die Aktivierung des Immunsystems, um den Tumor zu
vernichten (Behandlung mit Imiquimod)
Da weisser Hautkrebs oft im Gesicht auftritt, können grössere Tu-
more oft zu schwer verschliessbaren Hautdefekten führen. In die-
sen Fällen kann auch eine Strahlentherapie zum Einsatz kommen,
beispielsweise mit Röntgenstrahlen oder mit schnellen Elektronen.
Die Strahlentherapie bei weissem Hautkrebs ist sehr effektiv und
kann in Problemfällen die Operation ersetzen.
Weisser Hautkrebs und seine Vorstufen sind wegen ihrer Häu-
gkeit beinahe schon Alltagsphänomene. Die aufmeksame und re-
gelmässige Untersuchung der Haut ermöglicht ihre frühe Erken-
nung und bietet damit die beste Voraussetzung für eine effektive
und schonende Therapie.
Prof. Dr. Dr. med. Ingo Haase
ist Facharzt für Dermatologie
und Venerologie FMH bei den Hautspezialisten am Glattpark.
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Christine Schäfer
MSc BA, Researcher / Chercheuse,
Gottlieb Duttweiler Institute
Linda H. Aiken
PhD, RN, Claire M Fagin Professor
of Nursing & Sociology Director,
Center for Health Outcomes & Policy
Research, University of Pennsylvania,
Philadelphia USA
«The Impact of Nurse-Patient
Ratios on Patient Outcomes»
«Nurse-Patient-Ratios – Aus-
wirkung auf die Patienten»
«Le ratio infirmières-patients –
l’impact sur les patients»
Gertje van Roessel
Dr Stéfanie Monod
Cédric Bussy
Im Herzen des Zürcher Quartiers Hottingen bietet das Altersheim «AVENTIN – Leben
im Alter» ein Zuhause mit viel Wohn- und Lebensqualität. Ein Augenschein vor Ort.
E
ine Stimmung kann manchmal ganz unterschiedlich
wahrgenommen werden: Jeder kennt das, man kommt an
einen Ort und in der ersten Sekunde entscheidet sich, ob
man diesen mag oder nicht. Woran das liegt, ist schwer
zu erklären. Vermutlich setzt unser Gehirn innert Sekun-
denbruchteilen aus verschiedensten Eindrücken ein Bild zusam-
men, welches dann als «Stimmung» wahrgenommen wird. Im
Aventin ist es nicht nur die frühlingshafte Dekoration und das
freundlich grüssende Personal, sondern auch die Bewohnerinnen
und Bewohner, die diese Stimmung tragen. Bereits beim Eingang
wird klar: Das hier ist anders, das ist nicht einfach ein Altersheim.
Dieser erste Eindruck wird sich auf dem Rundgang im grossen und
grosszügig eingerichteten Heim noch festigen.
Das Aventin – Teil der ‹Stiftung Gemeinnützige Gesellschaft
von Neumünster› – ist zwar privatwirtschaftlich geführt, aber als
gemeinnützige Organisation nicht gewinnorientiert. Entsprechend
sind die verschiedenen Appartements, von denen alle über eine ei-
gene kleine Küche verfügen, was viele Bewohnerinnen und Be-
wohner sehr schätzen, problemlos bezahlbar, für Standard 1 und 2
reichen AHV und Ergänzungsleistungen aus.
AltaVista wird vom «Empfangskomitee» Edeltraud Brüsse,
Geschäftsführerin, Kerstin Rödiger, Leiterin Pfl ege und Betreuung,
und Beatrice Fink, Leiterin Aktivierung (Bild), durch die Räum-
lichkeiten begleitet, die im Bereich des Altersheimes und des be-
gleiteten Wohnens im Jahr 2012 komplett renoviert wurden.
Angebot für alle Bevölkerungsschichten
«Mit unseren drei Wohnangeboten ‹Alterswohnen›, ‹Pfl ege› und
‹Begleitetes Wohnen› bieten wir rund 115 älteren Menschen Pfl ege
und Betreuung sowie ein Zuhause, das die individuellen Bedürfnis-
se, Wünsche und Fähigkeiten im dritten und vierten Lebensab-
schnitt berücksichtigt», erklärt Edeltraud Brüsse. In der Praxis be-
deutet das, dass viele Menschen direkt von der eigenen Wohnung
ins Aventin kommen und dort so leben können, wie es ihnen gefällt.
Beim unschönen deutschen Wort «Altersheim» hat jeder ver-
schiedene Bilder im Kopf und oft sind diese nicht besonders posi-
tiv. Dass es aber auch anders geht, zeigt alleine schon der Umgang
des Personals mit den Bewohnerinnen und Bewohnern; man kennt
sich, hat Zeit für einen kleinen Schwatz und erkundigt sich gegen-
seitig nach dem aktuellen Befi nden. Es wird viel gelacht. Aber hin-
Wohnen im Alter –
neu de niert
ter der nicht gekünstelten Lockerheit steckt eine Menge Arbeit: Das
Aventin ist ein zertifi zierter Betrieb. Das heisst, es werden von allen
Beteiligten, also von den Mitarbeitenden, den Führungsverantwort-
lichen und den Gremien anspruchsvolle Aufgaben ausgeführt, die
in verschiedenen Prozessen und Abläufen geregelt sind.
Kompetenz gepaart mit Charme
Im Aventin setzen sich erfahrene Fachleute mit Elan und Freude für
betagte Menschen ein, beispielsweise Beatrice Fink: «Wir arbeiten
in der Aktivierung nach den neuesten Erkenntnissen und machen
gute Erfahrungen mit einem grossen Angebot ohne Zwang», erklärt
die Leiterin und zeigt auch gleich vor Ort, was darunter verstanden
werden kann. Eine Bewohnerin arbeitet an einem Kelch aus ge-
hämmertem Metall, ein wahres Kunstwerk und weit weg von ver-
staubten Basteleien, die man früher in Heimen beinahe schon zele-
brierte.
Damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner in allen Berei-
chen wohlfühlen, braucht es auch entsprechende Pfl egeteams. Die-
se unterstehen Kerstin Rödiger. «Eine der Herausforderungen von
der pfl egerischen Seite ist sicher, dass wir im Aventin betagte Men-
schen mit ganz unterschiedlichem Pfl egeaufwand betreuen. Unser
Ziel ist es, für jeden die richtige Lösung zu fi nden.»
Es ist spürbar, dass im Aventin Lebensfreude gelebt wird. Das
Lachen der drei Frauen auf der kurzen Führung ist einer der Grün-
de, warum man sich einfach wohlfühlt im Heim. Die Herzlichkeit
des Teams wirkt ansteckend, entsprechend fröhlich sind auch die
Bewohnerinnen und Bewohner.
PUBLIREPORTAGE
PUBLIREPORTAGE
AVENTIN – LEBEN IM ALTER
APRIL 2018
ALTA VISTA
27
«Die Arbeit der
Pflegefachperson wird
zum Luxusgut»
O
b wir wollen oder nicht – die
Bedeutung der Robotik nimmt
zu. Alles muss schneller und
günstiger werden, darf aber
nicht an Qualität einbüssen.
Maschinen nehmen den Menschen die Ar-
beit ab, so wie sie sie diese dem Pferd ab-
genommen haben. Wie weit geht diese Ent-
wicklung? Prof. Dr. Thomas Beer, Dozent
für Pfl ege und Pfl egewissenschaften an der
Fachhochschule St.Gallen (FHS), wagt ei-
nen Blick in die Kristallkugel. «Robotische
Artefakte werden sich in der Lebenswelt
von pfl egebedürftigen Personen etablieren
und die Arbeit von Pfl egekräften unterstüt-
zen, aber auch ersetzen», sagt Beer. «Dabei
geht es nicht nur um pfl egetechnische Vor-
gänge wie Mobilisation, sondern vielmehr
um Kommunikation und Interaktion, gar
um den Aufbau und den Erhalt sozialer Be-
ziehungen.»
Doppeltes Demografieproblem
Die Gründe dafür sieht Beer, der bereits
seit einigen Jahren zur Akzeptanz der Pfl e-
gerobotik forscht, vor allem im doppelten
Demografi eproblem: Zum einen seien es
die direkten und unmittelbaren Auswirkun-
gen des demografi schen Wandels, zum an-
deren die fehlenden Pfl egefachpersonen,
die bei einem zunehmenden Pfl ege- und
Betreuungsbedarf ersetzt werden müssten.
Sie dringen unaufhaltsam in unsere Lebenswelt vor und drohen, die Menschen zu
ersetzen: Roboter, die länger arbeiten, nichts fordern und erst noch günstiger sind.
Werden Roboter die Pflegefachkraft eines Tages ersetzen? Pflegewissenschaftler
Thomas Beer von der FHS St. Gallen nimmt Stellung.
«Die logische Schlussfolgerung wird sein,
dass Roboter zum Zeitpunkt X Einzug in
unsere Pfl egeinstitutionen halten werden».
Mit einer solchen Entwicklung würde der
Mensch eine neue, exklusive Rolle bekom-
men. «Die Pfl egefachperson wird nicht ver-
schwinden, ihre Arbeit aber zu einem ‹Lu-
xusgut› aufsteigen. Es ist anzunehmen, dass
sich eines Tages nur noch wenige Personen
eine kontinuierliche Pfl ege durch eine Pfl e-
gefachperson leisten können», sagt Thomas
Beer. Die Arbeit des Menschen als Luxus-
gut, der Roboter als günstige Arbeitskraft –
ein Szenario, dass sich die Gesellschaft und
auch die Pfl egebranche nicht vorstellen
will, jedoch unausweichlich scheint.
Die Robotik-Blase
Doch momentan sind wir noch weit davon
entfernt. «Pfl egeroboter, die selbstständig
agieren und reagieren, gibt es noch nicht.
Was wir heute haben, sind überwiegend
analog gesteuerte Maschinen, die einzelne
Tätigkeiten ausführen können.» Die Robo-
tik an sich ist ein Teil von Ambient Assisted
Living (AAL), zu Deutsch «Altersgerechte
Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes
Leben». Wie der Name bereits verrät, han-
delt es sich hierbei um unterstützende Gerä-
te des Pfl egealltags. Ausserdem fördern
AAL-Technologien den Trend des längeren
autonomen Lebens. Dazu gehört zum Bei-
BASIL HÖNEISEN, FH ST. GALLEN
spiel die automatische Abschaltung des
Herdes bei Abwesenheit, oder Rollläden,
die selbstständig öffnen, um den Menschen
das Aufstehen zu erleichtern. Doch die Ent-
wicklung zeigt in eine klare Richtung. «Im
Moment befi nden wir uns noch in einer Art
Robotik-Blase. Doch langfristig bewegen
wir uns in Richtung automatisierte Robotik
– und zwar auch hier in Europa», sagt Wis-
senschaftler Beer.
Ein notwendiges Übel
Welche Chancen, aber auch Risiken und
Nebenwirkungen in der Packungsbeilage
der Robotik stehen, darüber wird erst spe-
kuliert. Für Thomas Beer ist klar: «Die
Enthumanisierung in der Pfl ege wünschen
wir uns auf keinen Fall. Aber wenn wir ei-
nen Blick in unsere Welt werfen, müssen
wir ehrlich sagen: Wir befi nden uns bereits
mitten in diesem Prozess. Es stellt sich die
Frage, ob Roboter das Potenzial haben, um
der Enthumanisierung entgegenzutreten.»
Von Chance würde er dennoch nicht spre-
chen, eher von einem «notwendigen Übel».
Er bevorzuge klar den Menschen als Pfl e-
gefachkraft. «Aber die Frage ist nicht ob,
sondern wie die Robotik Einzug in die Pfl e-
ge hält», sagt er und fügt an, dass Pfl egende
und Forschende entscheidende Impulse für
eine förderliche Robotik setzen können.
28
ALTA VISTA
APRIL 2018
HINTERGRUND
ARBEIT ALS LUXUSGUT
«Medidress» ist mittlerweile für viele die erste Anlaufstelle, wenn es um Berufsklei-
dung geht. Ein Besuch vor Ort zeigt, warum die kleine Schweizer Firma so erfolg-
reich ist. Und Spass dabei hat.
S
ankt Urban in der Gemeinde Pfaffnau im Kanton Lu-
zern kennt man vielleicht wegen des gleichnamigen
Klosters, bestimmt würde man aber nicht in den ehema-
ligen Klostermauern ein frisches, starkes Unternehmen
vermuten, welches von hier aus in der ganzen Schweiz
agiert. Die Firma Medidress mit Produkten wie die Schwesternuhr
ist eine Erfolgsgeschichte und die praktischen Berufskleider für die
Männer und Frauen im Pfl ege- und Gesundheitssektor ebenfalls.
Aber der Reihe nach:
Die Räumlichkeiten im alten Kloster sind modern, lichtdurch-
utet und enorm gross. «Platz haben wir aber auch nicht mehr so
wahnsinnig wie einst gedacht», erklärt Oliver Widmer. Er ist Inha-
ber der Firma und ein Visionär: Vor etwas mehr als sechs Jahren
hatte er eine einfache, aber geniale Idee. «Meine
hatte er eine einfache, aber geniale Idee. «Meine
Mutter arbeitete in der Pfl ege und das Thema
Mutter arbeitete in der Pfl ege und das Thema
‹Zeit› spielte in jeder Beziehung eine Rolle.
‹Zeit› spielte in jeder Beziehung eine Rolle.
Also kam ich auf die Idee, für sie eine prakti-
Also kam ich auf die Idee, für sie eine prakti-
sche Uhr mit einem Clip zu suchen. Kaum hat
sche Uhr mit einem Clip zu suchen. Kaum hat
sie da
mals diese Uhr getragen, wollten ihre
mals diese Uhr getragen, wollten ihre
Arbeitskolleginnen auch eine. Voilà: Die
Arbeitskolleginnen auch eine. Voilà: Die
‹Schwesternuhr› war geboren.» Ver-
‹Schwesternuhr› war geboren.» Ver-
schickt wurde damals alles von zu Hause
schickt wurde damals alles von zu Hause
aus – ein «Garagenunternehmer» also,
aus – ein «Garagenunternehmer» also,
wie er im Buche steht. Nur eben nicht
wie er im Buche steht. Nur eben nicht
im IT-Bereich und nicht im Silicon
im IT-Bereich und nicht im Silicon
Valley, sondern in der Innerschweiz.
Valley, sondern in der Innerschweiz.
Mehr als praktisch
Mehr als praktisch
«Wir setzen uns wie kaum ein anderes
«Wir setzen uns wie kaum ein anderes
Unternehm
Unternehm
en mit den Bedürfnissen
und Wünschen unserer Kunden au s-
und Wünschen unserer Kunden au s-
einander», erklärt Oliver Widmer.
einander», erklärt Oliver Widmer.
Und das ist nicht nur eine Plattitüde,
Und das ist nicht nur eine Plattitüde,
die aus einem Marketingbuch stammt,
die aus einem Marketingbuch stammt,
sondern effektiv so. «Bei unserer Be-
sondern effektiv so. «Bei unserer Be-
rufskleidung beispielsweise setzen wir die In-
rufskleidung beispielsweise setzen wir die In-
puts aus dem Berufsalltag nach Mögli
puts aus dem Berufsalltag nach Mögli
chkeit
um.» Im Gespräch mit dem Team von Medi-
um.» Im Gespräch mit dem Team von Medi-
Der Ort, an dem
Innovation gelebt wird
PUBLIREPORTAGE
dress merkt man schnell, dass alle Mitarbeiter nicht einfach nur ei-
nen Beruf ausüben, sondern einer Berufung nachgehen. «Wir ha-
ben beispielsweise gemerkt, dass viele Hosen unschön bei den
Taschen ausbeulen und manche Trägerin sich im Berufsalltag daran
stört – also machten wir uns auf die Suche nach einem Schnitt, der
wohl Taschen hat, aber die Hose dennoch nicht ausbeult», erklärt
Oliver Widmer im Gespräch mit AltaVista. «So kam auch die Idee
mit den Hosen, in denen man sich bücken kann», lacht er. «Das
heisst im Klartext, wir haben darauf Wert gelegt, dass man sich in
unseren Hosen, die ja Berufsbekleidung sind und daher in allen Si-
tuationen ‹verhebe› müssen, problemlos bücken kann, ohne dass
die ganze Pracht des Hinterteils sichtbar wird», wirft Franziska
Kaiser ein. Sie ist bei Medidress und Schwesternuhr für den Kun-
dendienst zuständig und daher direkt an der Front.
Testboxen für das Team
So kam die Idee auf, dass alles kombinierbar sein sollte. «Wir bieten
mittlerweile eine grosse Farbpalette an und so sind viele tolle Varia-
tionen möglich», sagt Franziska Kaiser weiter. Durch die vielen ver-
schiedenen Möglichkeiten können sich so auch ganze Teams farblich
passend einkleiden. Psychologisch wird durch diesen Trick zudem
noch der Zusammenhalt und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Alle
Kleidungsstücke sind natürlich waschbar bei 95 Grad. Je nach ge-
nschtem Tragekomfort oder der Witterung kann zwischen ver-
schiedenen Ausführungen der einzelnen Teile gehlt werden. Und
weil die Kleidung unisex angeboten wird, sind auch gemischte Teams
keine Herausforderung mehr. Wenigstens im Bereich Kleidung!
«Natürlich bedrucken wir die verschiedenen Outfi ts auch», er-
klärt Franziska Kaiser und demonstriert die hauseigene Shirt-Be-
druckerei. «Manche Kunden lassen sich die Namen der Teams auf
die Outfi ts drucken, manche wünschen auch einfach einen lustigen
Spruch.» Franziska Kaiser zeigt auf einen eben bedruckten Hoodie:
«Ich darf so aussehen, ich hatte Nachtwache» steht da. Sie lacht
und macht sich an die Zusammenstellung einer Muster-Box. «Da-
mit lässt sich einfach ermitteln, welche Grössen im Team effektiv
benötigt werden und Farbkombinationen kann der Kunde direkt vor
Ort ebenfalls ausprobieren», sagt Franziska Kaiser und verschwin-
det hinter den unzähligen Regalen bei Medidress.
PUBLIREPORTAGE
MEDIDRESS IN PFAFFNAU
APRIL 2018
ALTA VISTA
29
Wer sich als dick
empfindet, nimmt eher zu
E
ine weit verbreitete Meinung un-
ter Fachleuten lautet, dass Men-
schen, die übergewichtig oder
adipös sind, ihr erhöhtes Körper-
gewicht bewusst wahrnehmen
müssen, um aktiv dagegensteuern und Ge-
wicht abnehmen zu können. Von Überge-
wicht sprechen Medizinier, wenn der soge-
nannte Body Mass Index (kurz BMI), der
zur Beurteilung des Körpergewichts ge-
nutzt wird, bei 25 liegt. Berechnet wird
der BMI, indem das Körpergewicht durch
die Körpergrösse geteilt wird (kg/m
2
).
Wenn der BMI bei 30 liegt, kennzeichnen
Fachleute dies als Adipositas.
Forscher aus Grossbritannien, den
USA und Irland nahmen die Auswirkungen
davon, dass Personen sich selber als über-
gewichtig wahrnehmen, nun genauer unter
die Lupe. Sie analysierten, welchen Effekt
die Wahrnehmung des eigenen Überge-
wichts auf a) Diätversuche, b) gesunde und
ungesunde Strategien zur Gewichtskont-
rolle, c) das Gewicht beeinfl ussendes Ver-
halten (körperliche Aktivität und Essver-
Eine neue Studie zeigt Erstaunliches: Erstmals steht nicht das Essverhalten im
Fokus, sondern das Lebensgefühl von dicken Menschen.
STEPHAN INDERBITZIN
halten), d) gestörtes Essverhalten und e)
eine Gewichtsveränderung hatte. Für ihre
Analyse konnte das Forscherteam auf die
Ergebnisse von 78 Studien zurückgreifen.
Die Ergebnisse wurden für verschiedene
Personengruppen (getrennt nach Alter, Ge-
schlecht und Gewicht) ausgewertet.
Wer sich dick fühlt, wird auch
dick
Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass
die Wahrnehmung des eigenen Überge-
wichts mit einer erhöhten Wahrscheinlich-
keit für Diätversuche und gesunden und
ungesunden Strategien zur Gewichtskont-
rolle bei einigen Personengruppen verbun-
den war. Personen, die sich bewusst über
ihr eigenes Übergewicht waren, zeigten al-
lerdings keine vermehrte körperliche Akti-
vität oder gesündere Ernährungsweisen.
Gestörtes Essverhalten wurde wiederum
häufi ger beobachtet, wenn die Personen
sich als zu dick wahrnahmen. Deutliche
Ergebnisse zeigte die Analyse zum Einfl uss
der Wahrnehmung des Übergew
ichts auf
die langfristige Gewichtsentwicklung. Hier
zeigte sich, dass Personen, die sich als über-
gewichtig einstuften, über die Dauer an Ge-
wicht zunahmen, anstelle abzunehmen.
Die Ergebnisse verdeutlichen, dass
Personen, die sich als übergewichtig emp-
nden, trotz vermehrter Diätversuche im
Laufe der Zeit eher an Gewicht zunehmen
als abnehmen. Dies stellt die gängige The-
orie in Frage, dass es notwendig ist, Perso-
nen zur Wahrnehmung ihres eigenen Über-
gewichts anzuregen, um ihnen zu einer
nachhaltigen Gewichtsabnahme zu verhel-
fen. Eine Erklärung für das Scheitern der
Theorie könnte sein, dass sich Personen,
die sich als übergewichtig wahrnehmen,
stigmatisiert – sprich diskriminiert – emp-
nden und deshalb zu extremeren Strategi-
en zur Gewichtsabnahme greifen, die aller-
dings häufi g scheitern und dadurch
wiederum zu einer Gewichtszunahme füh-
ren können. Massnahmen, die darauf ab-
zielen, die Unzufriedenheit mit dem eige-
nen Körper oder deutlich ausgeprägte
Ängste rund um das Körpergewicht abzu-
bauen, könnten unter Umständen hilfrei-
cher für die übergewichtigen Personen
sein, um der empfundenen Stigmatisierung
zu entgehen und gestörtem Essverhalten
entgegenzuwirken.
Weitere Infos und Details zur Studie
unter dem Titel: «A systematic review
of the relationship between weight
status perceptions and weight loss
attempts, strategies, behaviours and
outcomes» unter https://onlinelibrary.
wiley.com/doi/abs/10.1111/obr.12634
30
ALTA VISTA
APRIL 2018
STUDIE
ERNÄHRUNG
Sagt man seinem Umfeld, dass man gerade eine Saftkur macht, dann steht man auf
jeden Fall im Zentrum der Aufmerksamkeit. Aber bringt es auch etwas?
«Man isst generell zu viel
und zu gedankenlo
PUBLIREPORTAGE
S
aftkur: Alle haben irgendwie irgendwo schon einmal
davon gehört und kennen mindestens jemanden, der je-
manden kennt, der das schon mal gemacht hat. Weil auf
der Redaktion genau diese Situation von «ich kenne je-
manden, der jemanden kennt» herrschte, hat der harte
Kern der AltaVista-Redaktion es ausprobiert. Nathalie Benz bei-
spielsweise, Redaktorin und zusammen mit Pascal Brotzer auch für
das Marketing zuständig dazu: «Ich hatte einfach das Bedürfnis,
meinem Körper etwas Gutes zu tun und es nahm mich immer schon
einmal Wunder, wie mein Körper auf eine Woche ohne Essen re-
agiert.» Zudem fand sie das Konzept der Biotta-Wellness-Woche
interessant: «Durch die Nahrungsergänzung mit den Säften ist es ja
kein richtiges Hungern.»
In der Tat: Wirklich Hunger bekommt man während der «Saft-
woche» nicht, was irgendwie erstaunt. Pascal Brotzer, der sonst
mehr in der Freestyle-Szene zu Hause ist und eher weniger in der
Welt von Bio-Säften, zu seiner Motivation: «Ich habe damit einen
Reset versucht und wollte meine körperlichen Grenzen ausloten.»
Entschlackung für einen neuen Lifestyle
Die Biotta-Saftwoche ist also längst im urbanen Lifestyle angekom-
men und spricht ganz offensichtlich auch Männer (die Frauen ja
schon länger) wie Pascal an; einerseits sicher auch, weil der Bio-
Pionier mit dem Konzept «Vom Feld in die Flasche» und der geleb-
ten Nachhaltigkeit mehr und mehr zu einem Lifestyle passt, in wel-
chem generell achtsamer mit sich und der Umwelt umgegangen wird.
Tag 1 beginnt harmlos, man stellt seinen Körper auf das, was
da kommen wird, ein und kündigt an, dass man eine Saftwoche
einlegt. Das ist wichtig, weil man weder an üppigen Abendessen
noch an irgendwelchen Kaffeekränzchen teilnehmen kann; idealer-
weise raucht man in dieser Woche auch nicht und verzichtet auf
Koffein. Erstes ist für Raucher kaum möglich, zweites stellte sich
für manche der AltaVista-Saftguppe als schwieriger heraus als zu-
nächst gedacht. Und genau hier setzt spätestens beim ersten «rich-
tigen» Safttag (das wäre dann Tag 2 der Woche) eine Erkenntnis
ein: Man isst generell viel zu viel und überall, obschon das gar nicht
nötig wäre und man ertränkt sich in Koffein.
Biotta weist darauf hin, dass man sich unter Umständen etwas
schlapp fühlen kann und gibt entsprechende Tipps im umfangrei-
chen «Saftwochen-Begleitfl yer», der jeder Saft-Box beiliegt: Ein
schönes Bad einlassen oder eine Kuscheldecke bereithalten und ein
gutes Buch lesen. Mangels Badewanne und Kuscheldecken emp-
ehlt der Männerteil der Redaktionsgruppe: Netfl ix lenkt wunder-
bar von allem ab. Keiner der Teilnehmenden ist an diesem Tag aus-
gestiegen, alle fanden es weniger schlimm als erwartet.
Krise an Tag 4
Vielleicht müsste man in der Vorbereitungsphase darauf achten,
dass wirklich nichts mehr im Kühlschrank steht – dann wäre Tag 4
problemlos verlaufen: Manche der Gruppe hatten einen Durchhän-
ger und tigerten in der Küche hin und her. Hier half der Gruppen-
druck im positiven Sinne – da Brotzer/Benz standhaft blieben,
wollte sich keiner der anderen Teilnehmer die Blösse geben, früher
aufzuhören. Entsprechend wurde das Programm durchgezogen und
die ganze Redaktions-Testgruppe hat durch diese Woche ihre Er-
nährungsgewohnheiten in Frage gestellt und ein anderes Bewusst-
sein zum Essen und zum Alltagskonsum entwickelt. Ein nicht zu
unterschätzender positiver Nebeneffekt der Biotta-Woche.
Nathalie Benz und Pascal Brotzer auf der AltaVista-Redaktion
sind am Tag 1 der Saftwoche noch skeptisch, werden sich aber
bald begeistert zeigen.
PUBLIREPORTAGE
BIOTTA
APRIL 2018
ALTA VISTA
31
Im Kampf gegen
Diskriminierung
INTERVIEW: PETER EMPL
In der Schweiz leben 20 000 Menschen mit HIV oder Aids. Trotz der medizinischen
Fortschritte werden diese noch immer diskriminiert: auf Reisen, im medizinischen
Bereich, bei Versicherungen oder am Arbeitsplatz – die Aids-Hilfe Schweiz hat eine
eigens dafür eingerichtete Fachstelle.
Wozu braucht es Ihre Fachstelle?
Trotz der medizinischen Fortschritte zieht
eine HIV-Diagnose auch heute noch eine
deutliche Schlechterstellung in zahlreichen
Bereichen des alltäglichen Lebens nach
sich. Benachteiligungen im Arbeitsumfeld,
gegenüber Sozial- und Privatversiche-
rungen, aber auch Datenschutzverletzun-
gen kommen häufi g v
or. Die Rechtsbera-
tung der Aids-Hilfe Schweiz setzt sich
dafür ein, dass Menschen mit HIV zu ihrem
Recht kommen und unterstützt sie im
Kampf gegen Diskriminierungen.
Existiert denn immer noch eine
«Diskriminierung» am Arbeits-
platz?
Leider kommen solche Diskriminierungen
immer wieder vor. Rund 10 % der uns 2017
gemeldeten Diskriminierungen betrafen
das Arbeitsumfeld. Und 25 % der Anfragen
an die Rechtsberatung im Jahr 2017 bezo-
gen sich aufs Arbeitsrecht.
Können Sie ein Beispiel nennen?
Ein Mann eröffnete seiner Vorgesetzten im
Vertrauen, dass er HIV-positiv ist. Ohne
seine Einwilligung informierte diese in der
Folge die ganze Belegschaft darüber aus
Angst, dass sich jemand anstecken könnte.
Daraufhin wurde der Mann von gewissen
Mitarbeitenden so gemobbt, dass er die
Stelle kündigen musste.
Wie viele Fälle werden von der
Fachstelle konkret bearbeitet?
Pro Jahr gelangen 300 bis 400 Personen
mit rechtlichen Fragen rund um HIV an die
Rechtsberatung. Diskriminierungen wer-
den uns jedes Jahr rund 100 gemeldet.
2017 betrafen 40 Diskriminierungen die
Sozialversicherungen und 24 Fälle die Pri-
vatversicherungen. In zehn Fällen wurden
HIV-positive Menschen in der Arbeitswelt
benachteiligt, in 14 Fällen ging es um Da-
tenschutzverletzungen. Weiter erfasste die
Aids-Hilfe Schweiz Diskriminierungen im
Gesundheitswesen (9), bei Einreise- und
Aufenthaltsrechten (8) sowie im Auslän-
derrecht (6).
HIV und Aids sind nicht mehr «sicht-
bar», eigentlich sollte daher die Krankheit
im Alltag und Berufsleben kaum mehr eine
Rolle spielen. Gibt es Fälle und Situationen,
in denen eine HIV-positive Person dennoch
eine Angabe diesbezüglich machen muss?
Wie ist das konkrete Vorgehen,
wenn jemand Ihre Fachstelle
kontaktiert? Was passiert nach
der ersten Kontaktaufnahme?
Die Kontaktaufnahme erfolgt telefonisch
oder schriftlich. Persönliche Beratungen
bieten wir keine an, da wir national tätig
sind. Je nach Anfrage können wir diese di-
rekt telefonisch oder per Mail beantworten.
In den meisten Fällen handelt es sich aber
Dr. iur. Caroline Suter
vom Rechtsdienst
der Aids-Hilfe Schweiz stellt fest, dass
es nach wie vor zu Diskriminierung
aufgrund der Diagnose HIV/AIDS kommt.
Sie und Ihr Team beantworten kostenlos
Fragen rund um HIV und Recht.
© Mary Manser
32
ALTA VISTA
APRIL 2018
INTERVIEW
HIV AM ARBEITSPLATZ
um umfangreichere Beratungen, bei denen
beispielsweise eine Kontaktaufnahme mit
dem Arbeitgeber, der IV-Stelle, der Kran-
kenkasse, des Gerichts oder einer anderen
Institution oder Person notwendig ist. Um
dies tun zu können, benötigen wir von den
KlientInnen eine Vollmacht. Im Bereich des
Sozialversicherungsrechts bieten wir auch
Rechtsvertretungen an (Einsprachen, Ein-
wände und Beschwerden). Dies sind um-
fangreiche Beratungen, die sich über Jahre
hinziehen und sehr viele Stunden in An-
spruch nehmen können.
Ist das Thema im Gesundheits-
sektor präsenter als in anderen
Berufszweigen?
Ja, es ist erstaunlich, wieviel Diskriminie-
rungen uns aus dem Gesundheitsbereich
gemeldet werden. Dies dürfte damit zu
tun haben, dass das Übertragungsrisiko
von HIV deutlich überschätzt wird. Bei
Einhaltung der ohnehin vorgeschriebenen
Hygienemassnahmen besteht keine Über-
tragungsgefahr mit dem HI-Virus. Hinzu
Menschen mit HIV/Aids und ihre
Angehörigen, Beratende, Arbeitge-
bende, Ärzte, Ärztinnen und andere
Interessierte können sich mit Rechts-
fragen, die in einem direkten Zusam-
menhang mit HIV/Aids stehen,
telefonisch oder schriftlich an den
Beratungsdienst der Aids-Hilfe
Schweiz wenden. Die Rechtsberatung
ist kostenlos und erfolgt absolut
diskret.
E-Mail: recht@aids.ch
www.aids.ch
kommt, dass 90 % aller HIV-Diagnosti-
zierten die antiretrovirale Therapie erhal-
ten und wiederum 90 % von ihnen dank
der Therapie eine Viruslast unter der
Nachweisgrenze aufweisen. Das bedeutet,
dass sie das HI-Virus gar nicht mehr über-
tragen können.
Kam es schon einmal zu einem
konkreten Fall, den Sie betreut
haben, in besagtem Sektor?
Ja, es gab viele Fälle. Kürzlich hatten wir
einen Fall, in welchem eine Physiothera-
peutin einem Mann die Massage verwei-
gert hat, nachdem er sie freiwillig über
seine HIV-Infektion informiert hatte, aus
Angst vor einer HIV-Übertragung. Gut er-
innern kann ich mich an den Fall eines
jungen Mannes, der sich zum technischen
Operationsassistenten ausbilden lassen
wollte. Nachdem er die Aufnahmeprüfun-
gen bravourös bestanden hatte, schickte
ihm die Schule einen Ausbildungsvertrag
und einen Gesundheitsfragebogen. Er gab
an, dass er HIV-positiv sei, worauf ihm die
Schule den Ausbildungsvertrag kündigte.
Wir erhoben daraufhin Beschwerde, wel-
che gutgeheissen wurde: Sowohl die Frage
nach HIV, als auch die erfolgte Kündigung
waren widerrechtlich.
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Muskeln wissen,
wie st es ist
STEPHAN INDERBITZIN
E
in internationales Forscherteam
um Howard Riezman und Charna
Dibner von der Universität Genf
hat entdeckt, dass im Tagesver-
lauf die Zusammensetzung un-
terschiedlicher Fettmoleküle im Muskelge-
webe periodisch schwankt. Das deutet auf
eine eigene biologische Uhr in unseren
Muskeln hin, wie die Forschenden kürzlich
im Fachblatt «PNAS» berichteten. Unter-
stützt wurde die Studie vom Schweizeri-
schen Nationalfonds (SNF).
Solche sogenannten «zirkadianen Uh-
ren» existieren in verschiedenen Geweben
unseres Körpers, alle synchronisiert durch
eine Hauptuhr im Gehirn.
Fettmoleküle im Oberschenkel-
muskel
Die Wissenschaftler untersuchten zunächst
das Muskelgewebe von freiwilligen Pro-
banden, die sich zuvor an einen geregelten
Tagesablauf in Bezug auf Mahlzeiten und
Lichtexposition halten mussten, wie der
SNF mitteilte. Dadurch wurde die Haup-
tuhr der Teilnehmenden synchronisiert.
Alle vier Stunden entnahmen die Forschen-
den eine kleine Gewebeprobe aus dem
Oberschenkelmuskel der Probanden.
Nach Analyse des Muskelgewebes
stellten sie fest, dass die Zusammensetzung
an Fettmolekülen (Lipiden) offenbar mit
der Tageszeit zusammenhängt. Deshalb
führten die Forschenden ein weiteres Expe-
riment mit menschlichen Muskelzellen in
der Kulturschale durch: Diese synchroni-
sierten sie künstlich mithilfe eines Signal-
moleküls, das normalerweise im Körper
ausgeschüttet wird. Auch hier entdeckten
die Wissenschaftler periodische Schwan-
kungen der Lipide.
Aufnahmefähigkeit für Zucker
Weil Fettmoleküle ein wichtiger Bestandteil
von Zellmembranen sind, vermuten Riez-
man, Dibner und Kollegen, dass sich die
Zusammensetzung und damit die Durch-
lässigkeit der Membranen der Muskel-
zellen im Tagesverlauf ändert, wodurch es
zu Veränderungen der Reaktion auf das
Hormon Insulin und der Zuckeraufnahme
kommen kann.
Sprechen die Muskeln nicht auf Insu-
lin an, spricht man von einer Insulinresis-
tenz. Diese ist wiederum ist eine bekannte
Ursache von Typ-2-Diabetes. «Studien zu-
folge besteht eine Verbindung zwischen
zirkadianen Uhren, Insulinresistenz und
der Entstehung von Diabetes», so Dibner
gemäss der SNF-Mitteilung.
Falls sich die Vermutung der For-
schenden bestätigen sollte, dass die innere
Uhr der Muskeln über den Lipidstoffwech-
sel mit der Entstehung von Typ-2-Diabetes
zusammenhängt, wäre dies für neue Thera-
pieansätze von Bedeutung.
Forschende der Universität Genf haben entdeckt, dass unsere Muskeln eine
eigene biologische Uhr besitzen. Die Entdeckung könnte für die Entstehung von
Typ-2-Diabetes von Bedeutung sein.
Die «Muskel-Zeit-Studie» wurde an der
Oberschenkelmuskulatur durchgeführt.
34
ALTA VISTA
APRIL 2018
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Farbe (bitte ankreuzen) Grösse Menge
Arbeitskleidung
UNISEX Schlupfjacke 30/32 – 58/60
UNISEX Polo Kurzarm XS – 3XL
UNISEX Polo Langarm XS – 3XL
Damenhose Five-Pocket 32 – 52
Krankenhaus-Schuhe
Oxypas «Maud» 36 – 42
Oxypas «Olga» 36 – 42
Arbeitskleidung
für Pros im Pflegebereich
ü
Für Medizin und Pege
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Waschbar bis 95° C
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Grosse Farbauswahl
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Passend kombinierbar
Keine
Versand-
kosten
95° C
95° C
60° C
60° C
CHF 29.90
CHF 34.90
CHF 49.95
CHF 55.–
CHF 39.90
CHF 54.90