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KUNST, KULTUR & LEBENSSTIL FÜR DIE LGBT*-COMMUNITYKUNST, KULTUR & LEBENSSTIL cruiserSEIT 1986 DAS ÄLTESTE QUEERE MAGAZIN DER SCHWEIZMEDIADATEN2022 / 2023

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CRUISER MEDIADATEN 2022 / 2023 2GESCHICHTECruiser erscheint seit über 35 Jahren und ist bis heute das Magazin der Schweizer Gay-Community.Geschichte verpfl ichtet: Kein anderes Magazin kann eine derart starke Leser*innenbindung aufweisen.Als einzige Gay-Publikation ist Cruiser WEMF-zwischenbeglaubigt und kann eine gestreute Aufl age von 12 000 Exemplaren nachweisen. Die Leser*innenzahl des handlichen Tabloid-Magazins wird auf 35 000 Leser*innen geschätzt. Diese Reichweite wird durch das starke Online-Angebot auf www.cruisermagazin.ch mit tagesaktuellen Meldungen und Geschichten ergänzt.cruiserKUNST, KULTUR & LEBENSSTIL FÜR DIE LGBT*-COMMUNITYcruiserRobertoGonzález-Monjas 4Der schöne Shootingstar der Klassik wird Chefdirigent Ehe für alle 14We are Family – warum es schöner tönt, als es istMichael von der Heide 22Der Sänger mit den schönen Liedern ist zurückDAS GRÖSSTE SCHWEIZER GAY-MAGAZIN – SEPTEMBER 2021 CHF 8.10Cruiser ist das Magazin für Kunst, Kultur & Lebensstil der LGBT*-Com-munity im Grossraum Zürich. Jeden Monat liefert das Magazin seit über 35 Jahren eine umfassende Übersicht der Events, Konzerte, Ausstellungen und Theateraufführungen in der Re gion. Musik, Kino, Szene und die besten Freizeit- und Gastro-Tipps sind dabei ebenso vertreten wie journalistisch recherchierte und aufbereitete Hinter-grundartikel zu aktuellen Themen aus der LGBT*-Welt. Für Cruiser schreiben renommierte Medienschaffende und bekannte Persönlichkeiten. Das Maga-zin erscheint 10x pro Jahr und ist in Bars, Shops, Restaurants und Kultur-spielstätten kostenlos erhältlich.

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CRUISER MEDIADATEN 2022 / 2023 3ZIELPUBLIKUMFür die geschätzte Zahl von 4,5 Millionen Homosexuellen im deutschsprachigen Europa gibt es nur wenige mediale Angebote, obschon diese Zielgruppe über einen überdurchschnittlichen Bildungsstand und entsprechend hohes Einkommen verfügt.Cruiser deckt das Bedürfnis nach seriös recherchierter Information breit, umfassend und kompetent ab. Die besonders sensibilisierte und kaufkräftige Zielgruppe weiss dies zu schätzen.Durch die gezielte Ansprache der entsprechenden Leserschaft entstehen keine Streuverluste. Cruiser wird dennoch weit über die queere Szene hinweg als wegweisend und von Entscheider*innen und Macher*innen als Impulsgeber wahrgenommen.6 7CRUISER SEPTEMBER 2021guter Chefdirigent ist? «Untereinander wi rd schon sehr krit isiert – in beide Richtu ngen, also positiv u nd negativ. Feedback ist es sen-ziell, denn wi r wollen uns ja stetig verbes-sern und das geli ngt im Orchester nat ürlich vor allem nur im Team. Z udem sind viele Musiker – ich inbeg rien – mit sich selbst hyperkrit isch und daher ist es m anchmal eher das Problem, dass m an zu selten mit sich und seiner Lei stung zufrieden i st.» Die «Peer-Pressure», wie d ieser selbst aufgebau-te Druck auch genan nt wird, ist n icht nur bei Musikern ein P roblem, wir kennen es hier vor allem als «Gr uppenzwang». Im Fa lle ei-nes Orchesters ka nn dieser Dr uck gefährl ich werden. «Daher ist es w ichtig, dass wir u n-tereinander auch aufeinander schauen», er-klärt Rober to weiter. «Aber man muss auch schon irgendwie s elbst rausnden, wan n man am Ende ist u nd nicht mehr kan n.» Und wie ist es so, wenn m an nicht heteronorma-tiv lebt? «Ich schät ze mich sehr glück lich, eine extrem toler ante Fami lie und Freun des-kreis zu haben. A ls ich bereit war, über mei-ne eigene Sexual ität zu sprechen, wa ren alle unglaublich unter stützend und oen. Die Musikwelt ist auc h – genau wie alle andere Kunstformen – ei n sehr tolera nter und «open-minded» Bereich . Ich habe natürlich Leute kennengelernt, d ie sich mit (meiner) Homo-sexualit ät unwohl fühlten , aber die waren dann doch zu feige , mich oder andere LGBT*-Kollegen direk t darauf a nzusprechen oder zu diskr iminieren.» Wenn wir gerade schon beim ema sind : Wie war denn das Coming-out? Rober to lacht und meint schliesslich: «Langsam! Auch wenn ich wusste, dass ic h eine tolerante Fam ilie habe, brauchte ich jahrela ng, um darüber spr e-chen zu können. Ich gl aube, meine Angst war, dass ich anders b ehandelt werden wür-de, wenn sie alle dav on wussten. Ich war damals 17 Jahre a lt. Nach einigen sehr em o-tionalen und ber ührenden Coming-out-Konversationen hatte ic h schliesslich keine Angst mehr!» E ine Aussage, die ungewöh n-lich kling en mag, denn oft hört ma n ja, dass in Spanien und L ateinamerika Homos exua-lität nicht besonder s gern gesehen wird. E in Vorurteil? «Eig entlich bin ich selbst über-rascht, wie weit m an in diesen Länder n vor-angekommen ist. Ic h fühle mich in diesen Regionen immer ex trem willkommen, und die neuen Generationen könnten oener und toleranter kaum sei n. Vielleicht geht es darum: Die ju nge Leute von heute haben in neuerer Zeit einen ein fachen Zugang zu In-formation, Internet, Soc ial Media… Und sie haben überhaupt keine A ngst, gegen konser-vative Grenzen z u kämpfen. Ich gl aube, Spa-nien und Lateina merika haben ein Riesen-potenzial a ls LGBT*-freund liche Länder.»Nackter DirigentWie ist das denn so m it der Toleranz, für d ie sich gemäss Press emitteilung R oberto Gon-zález-Monjas einse tzen will? «Ich gl aube, wir können al le gute (oder schlechte!) Bei-spiele sein. Da hat man e ine Wahl. Für m ich geht es nicht nur dar um, alle Leute mit Respekt zu beha ndeln, sondern auch dar-um, ein Botscha fter für unsere L GBT*-Kol-lektiv – mit Bes cheidenheit, Klarheit u nd Oenheit – zu sein . Ich persönlich bin n icht ein Mann von gro ssen Statements, sta ttdes-sen versuche ich jeden Tag, mei n Leben als schwuler Ma nn mit Stolz und E hrlichke it zu leben. Ich habe die let zten Jahre recht viel e Leute getroen, d ie von dieser Lebensein-stellung ins piriert wurden – und die mei n Benehmen «normalisierend» gesehen ha-ben. Hoentlich w ird man in einige Jahre solche Ausdrücke n icht mehr brauchen!» Aber auch sonst steht ei niges an. Der Musiker freut sic h, in Winterthu r neue For-mate auszuprobieren. «D as ist fantastisch. Man lässt mir s o viele Freiheiten, ich freue mich unglaubl ich auf die kommende Zeit», strahlt der Spa nier. Geplant ist unter a nde-rem, in der «Begr üssungswoche» rund u m den 6. Oktober moderne St ücke zu spielen, aber auch Klassi ker wie Mozart werde n da-bei sein. Und mitt endrin beziehungsweis e an vorderster Front m it dem Taktstock: Ro-berto. Dirig iert ein schwuler D irigent ei-gentlich anders a ls ein heterosex ueller? Ro-berto verschlu ckt sich beinahe am letzten ANZEIGEKLEINANZEIGERest seines Kae es: «Also das habe ich m ir jetzt so noch nie üb erlegt. Ich glaube jetzt nicht, dass das i rgendeine Rolle spielt», lacht er und fügt a n: «Das, was im Konz ert-saal von meiner Ar beit zu sehen ist, i st ja nur quasi die Spitze de s Eisbergs, die Frucht tage- oder wochenl anger Proben. Die ei-gentliche Arbe it des Dirigenten passier t hinter den Kuli ssen, im Probenraum. Dor t nden wir heraus , warum d ie eine Oboe im-mer kaum hörbar zu f rüh einsetz t oder das ganze Stück noc h nicht so wirkt, w ie wir es gerne hätten.» A ls Dirigent i st man quasi de r CEO des Orchesters: M an trägt die Verant-wortung und mu ss auch den Kopf hinhal-ten, wenn der Konzer tabend nicht wie ge-wünscht verl äuft. Dieser Verant wortung se i er sich vollkommen b ewusst. «Es ist ab er schon so, dass trot z aller Proben, trot z dem Ausschalten a ller Eventual itäten jeder Kon-zertabend in sei ner Form einzigar tig ist. Und ich habe jedes Mal da s Gefühl, ich ste-he vollkommen nack t und auch verletzlich auf der Bühne. Das is t nicht immer ei nfach.» Aber vielleicht i st genau das das Geheim nis für Roberto Gon zález-Monjas’ Er folg. PORTRAITROBERTOGONZÁLEZ-MONJASPORTRAITROBERTOGONZÁLEZ-MONJASWie man sieht, fühlt sich Roberto nich t nur als Dirigent und Musiker wohl, er hat durchaus weitere Talente, wie wir finden.ROBERTO GONZÁLEZ-MONJASDer 32-jährige spanische Geiger und Dirigent Robert o González-Monjas wurde am letzten Samstag zum neuen Chefdirigenten des Musikkollegiums Winterthur a b der Saison 2021/22 ernannt. Somit wird er nahtlos die Nachfolge des aktuellen Chefdirigenten Thomas Zehetmair antreten. R oberto González-Monjas ist seit 2013/14 Erster Konzert meister beim Musikkollegium Winterthur. Als Konzert-meister leitete er das Orchester oft vom er sten Pult aus, bei grösseren Werken zuletzt vermehrt und sehr erfolgreich auch als Dirigent. Für Aufs ehen sorgte er vor allem durch die beiden Rezital-Zyklen mit Kit Armstrong am Klavier, die Beethoven- und die Mozar t-Challenge sowie durch die Einspielung der Serenaden von Mozart und Schoeck auf CD, wo er s owohl den Solopart der Violine spielte wie auch das Musikkollegium Winterthur leitete. Rober to González-Monjas hat nicht nur das Orchester durch seine herausragende Musikalität und Frische über zeugt, sondern zieht auch das Publikum regelmässig in seinen Bann. www.musikkollegium.ch«Ich persönlich bin nicht ein Mann von grossen Statements, stattdessen versuche ich jeden Tag, mein Leben als schwuler Mann mit Stolz und Ehrlichkeit zu leben.»Roberto González-MonjasBild links © Joerg Kress ig / Bild rechts © Marco Bo rggreveWG GRÜNDEN ODER IN EINE BESTEHENDE EINZIEHENIch will eine Gay-WG gründen oder in eine bestehende WG (gayfriendly) einziehen, in Begleitung mit Katze Hugo.Bin 65-jährig, männlich. Gediegene Wohnform, 2–4 Personen, helle Wohnung o der Haus mit genügend Platz, Homeoffice /Büro. Zür ich Ein-zugsgebiet. Gerne langfristig, keine Zweck-WG. Monatlich bis CHF 200 0.–Bitte melde dich per Mail an redaktion@cruisermagazin.ch oder per Post cruiser / Clausiusst rasse 42 / 8006 Zür ichmit dem Betreff «WG Zimmer». Wir leiten dann den Brief ungeöffnet weiter.22 23CRUISER SEPTEMBER 2021CRUISER SEPTEMBER 2021MUSIKNEUE CD VON MIC HAEL VON DER HEI DEMUSIKNEUE CD VON MIC HAEL VON DER HEI DEVON HAYMO EMPLWir treen Michae l von der Heide kurz vor dem Relea se seiner neuen CD. Zwischen Inter views, Fan-«Meet & Greet» und Pr oben für die kom-mende Tournee hat der Sänger Ze it gefun-den, um mit uns über « Echo», sein Leben und seine Zuku nft zu plaudern. Au f die Minute pün ktlich erschei nt er im Café. Frisch, str ahlend, gutaussehend und sehr aufgeräumt.Wie macht man ein I nterview mit je-mandem, der seit Dekaden i mmer wieder für Überr aschungen sorgt, der besc heiden, aber zielstrebig a n seiner Karriere werkelt und unbeirr t, aber doch charm ant sein Ziel verfolgt? Man l ässt ihn re den! Denn Micha el von der Heide hat über so viel meh r als Mu-sik zu berichten . Aber der Reihe nach: «Ei n neuer Stern ist geboren », schwärmten Kr iti-ker, als Michael von der Heide 199 6 im Alter von 25 Jahren sein er stes Album veröent-lichte. Der im Bergdor f Amden aufgewach-sene Sänger bestac h schon damals durch musikali sche Vielseitigkeit , betörenden Charme und bis sigen Witz. Was er auch heute noch tut. Und zw ar so, dass er mit se i-nen Sprüchen niemand en verletzt. Warum heisst denn das «Be st-of» eigentlich « Echo»? Der Sänger verkne ift sich ein Grins en, nimmt einen g rossen Schluck Co la Zero aus der Flasche und mei nt dann: «Ich wollte ei-nen kurzen Tite l haben, weil mein Name ja immer so lang is t. Und Echo sagt s o viel – die Mit dem Album «Echo» präsentiert der Pop- und Chansonsänger ein Œuvre der Meisterklasse.Musik von Michael von der Heide schallt zurückMusik schal lt zurück – es ist etw as, das ich in die Welt herausgelas sen habe und was auch heute noch widerha llt.» Er hält einen Moment inne: «Norma lerweise haben wi r immer sehr la nge bei der Titelndung , hier aber ging das zü gig. So schnell sogar, da ss wir uns nic ht sicher sind, ob es ein guter Titel ist.» M ichael guckt frag end zum Inter-viewer, dieser nic kt zusti mmend.Anderen zuhörenVielleicht ist genau d ies auch ein weiterer Puzzlestei n von Michis Erfolg: Er en tschei-det. Aber er hört auch an deren zu. Wie dem auch sei: Der Hauptgr und für seinen a nhal-tenden Erfolg ist sch licht: Talent und Stim-me, kombiniert m it Neugierde, was in der Musikwelt gera de passiert. Da ss jede Menge Talent vorhanden sein mus s, zeigt sich schon alleine du rch die vielen Kooperatio-nen mit anderen Küns tlern: Michi hat mit Nina Hagen («eine blitz gescheite Frau!») beispielsweise de n Kriminalta ngo neu ein-gesungen. Mit pra ktisch allen hel vetischen Stars auf wi rklich jeder Büh ne bei uns ist er gestanden und hat pe rformt. Und er hat so-gar unser La nd am ESC ganz i n Gold vertre-ten. Woher nimmt ma n also die Energie, nach all den Jah ren immer noch strahle nd schön und anstec kend freudig über Musik zu reden? Michael kennt d as Geheimrezept auch nicht. Aber w ir: Wie sonst s elten im Le-ben sitzt da vor un s ein Mensch, der seine ganze Kra ft aus seinem Talent schöpf t. Und ist es nicht so, dass m an das, was man w irk-lich gerne macht, auch g ut kann? Das Al-bum kommt mit einem u mfangreichen Booklet, sehr au fwändig und liebevoll ge -staltet. Al leine diese «Werkschau » ist schon ein Spektake l für sich. Wir wol len an dieser Stelle etwas ge nauer auf einz elne Tracks des Albums eingehen.Zum AlbumDie musikal ische Zeitreise beg innt pro-grammat isch mit «Pas vu le temps pass er». Und wenn im Refra in davon die Rede ist, dass man nicht merk te, wie die Zeit verg ing und die Lieder nur so d avonogen, so ist es «Echo» zu verdan ken, dass Letzteres nicht geschieht, dass s ich die Lieder nicht ver-üchtigen, sondern festgehalten werden und wir den Werdega ng von Michael von der Heide verfolgen können. Vor 30 Ja hren star-tete seine Bühnen karriere, a ls er seinen ers-ten Talentwettbe werb – den Grand Prix S G/GR/FL von Radio Gon zen – gewan n. Für sein Debütalbum, das v or 25 Jahren erschien, holte er «Eusereine chön nt das au» – das hier in einer neu ein gespielten und textlic h sanft adapt ierten Version vertreten i st – aus der Versenkung u nd interpretierte es derart krat zbürstig und gleic hzeitig zart-liebevoll, wi e dies zuvor nur Ma rgrit Rai ner konnte. Das Presse -Echo war geradez u eks-tatisch: Ei n neuer schillernder St ern am Musikhim mel sei geboren, hiess es. Die ser Stern wurde von Ja hr zu Jahr heller und leuchtender. Spätestens m it «Jeudi amour», einer Ode an diese ei ne Person, in die man sich immer wiede r neu verliebt, und dem wunderschönen Wor tspiel «C’est jeudi et je dis je t’aime», wurde er a uch einem breiten Publikum b ekannt. Oerlikon rules!Doch Michael von der Heide r uhte sich nie auf seinen Lorbeer en aus, vermischte post-modernes Chans on mit Pop, Jazz und Var ié-té, erfand sich im mer wieder neu und blieb sich doch treu dabei . Ob augenzwinkernd oder autobiographis ch, stets ist für ei nen bunten Stilm ix gesorgt. Er ent staubte mit «Oerlikon» – da s für diese s Best-of eine neue «Introduction » erhielt – die Hymne a n den-jenigen Zürcher Stadt kreis, der wie ein Stern unter den Ster nen leuchtet und dess en Ruhm und Glan z unerreichbar und unver-gleichbar sind. M an p mit ihm fröhlich mit, wenn er den Poesie album-Spruch «Im-mer wenn du denkst es g eht nicht mehr, kommt von irgendwo ei n Lichtlein her» lustvoll abw andelte und ihn mit «I mmer wenn du denkst es ge ht nicht mehr – dann geht’s nicht mehr» auf den h arten Boden der Realität zu rückholte und man schwa ng zu seinem einzig en spanischsprach igen Lied «Solo por ti» das Tanz bein. Und dass Träu-me aus früher K indheit in Erfül lung gehen können, zeigt «Paol a et moi», das Michael von der Heides musika lisches Erwe ckungs-erlebnis und seine F reundschaft zu Pa ola thematisier t. Als er anno 1980, i m Alter von neun Jahren, im g rünen Frot teepyjam a zwi-schen seinen Elter n auf dem Sofa sass, ver-liebte er sich in dies e schöne Frau und ihre Stimme, die aus de m Fernseher entgegen-strahlend «C inéma» intonierte. Seinen El-tern sagte er, so geht d ie Legende, just in diesem Augenblick , dass er auch einmal Sänger werden und a m Grand Prix Eurov i-sion de la Chanson auf treten w ürde. Gesag t, getan: 30 Jahre s päter vertrat er in Oslo d ie Schweiz und mit «I l pleut de l’or» regnet es nun zuminde st für die Hörer*in nen am Ende der ersten CD Gold. Statt Kylie halt KunoGanz besonders br illiert Michael v on der Heide dort, wo die Scha llwellen im Gleich-takt ertönen, b ei den Duetten nämlich: Er tanzt mit Ni na Hagen in der Taverne im Ambiente von du nklen Gestalten u nd roten Laternen den «Kr iminaltango ». In einer schweizerdeuts chen Adaption von Nick Ca-ves Mörderballade «W here the wild roses grow» im Duet t mit Kuno Lauener gi bt er die zarte Eli za Day, die am Flussufe r ein schau-erliches Ende ndet . Im leicht angejazzten Pop-Chanson «Ce s oir» vereint sich seine Stimme mit jener der Wes tschweizer Sä nge-rin und Pian istin Daniela Si mmons zum Tanz auf den Dächern des s ehnsüchtig er-träumten siebten H immels. Zusammen m it Sina stösst er in «R ien que des amis » auf eine Freundschaf t an, die im Schat ten eines Pia-nos in der Bar eines sc hlummernden Hotels begann. «Wo ist das L and», in dem Michael von der Heide mit der jungen Paola de l Me-dico singt, er zählt von einer von Egoismus und Rastlosig keit geprägten Zeit und de r Sehnsucht nach ei ner heileren und bes seren Welt. Einen gesell schaftskr itischen Touch verströmt auch «Ei ne Insel am Ende der Welt». Wo früher das Pa radies herrsc hte und es geheimnis voll schöne Wälder gab, in de-nen Elfen und Feen lebten, i st nun alles von kaltem Aspha lt zugedeckt . Was bleibt, ist die Erinneru ng. Dieses Lied, basierend auf der Melodie von «Scarb orough Fair», singt Mi-chael von der Heide nun erst mals und si nni-gerweise zus ammen mit der in den ver-schiedensten Stilricht ungen beheimateten Norwegerin Tora Auges tad. Mit ihr duet tier-te er bereits weltwe it über 200 Mal auf den ➔ Erfolgreich, talentiert und doch auf dem Boden geblieben: Michael von der Heide hat seinen Weg gefunden.Legendär: Das Duett «K riminal Tango» mit Nina Hagen. «Eine sehr kluge Frau», wie Michael von der Heide auch heute noch findet.Wie sonst selten im Leben sitzt da vor uns ein Mensch, der seine ganze Kraft aus seinem Talent schöpft.Bild links © Patrick Met traux / Bild rechts © Ma thias Bothor20CRUISER SEPTEMBER 2021szene & subkulturCRUISER SZENE: AM PULS DER LGBT*-COMMUNITY. AKTUELL, INFORMATIV UND MITTENDRIN.Bild © Patrick Mettr auxBilder © firsthandfilms.chVON BIRGIT K AWOHLWarum der Spiel lm «Deux» (deutsch «Wir beide») erst am 19. August in Schw eizer Kinos ko mmt, ist nicht ganz ve rständlich, denn e rschie-nen ist er bereits im Ja hr 2019 und man ka nn ihn auch schon seit Lä ngerem (legal) strea-men, z.B. au f maxdome oder YouTube, für Amazon pri me-Mitglieder ist der St ream sogar grati s. Das Kinopublikum bekomm t aber immerhin a b diesem Monat die Gele-genheit, sich den Spiel lm um Nina (Bar ba-ra Sukowa) und Mado (Mar tine Chévall ier) anzuschauen.Es ist der erste La nglm des 1980 in Padua geborenen Regis seurs, der sofort in der Kritik g rosse Beachtung f and, so wurde er unter anderem bei m Golden Globe 2021 als bester fremd sprachiger Film nomin iert und er gewann i m Jahr 2021 den Cèsar für den Besten Erstl ingslm und fü r das beste Drehbuch.In seinem Spiel lmdebüt lässt Mene-ghetti seine H auptguren Nina und M ade-leine eine lust- und leidvol le Liebesaäre durchleben, die v or allem seitens Mados von starken Schu ldgefühlen und Unsicher-heiten geprägt ist . So schat sie es, obwoh l sie immer wieder A nlauf da zu nim mt, nicht, ihren Kinder n reinen Wein einzuschen ken und gegenüber Drit ten ist es ihr wicht ig, dass man Nina nu r als ihre Nachbari n an-sieht. Meneghetti s agte denn auch in ei nem Interview, das s ihm gerade die Darste llung des Aspekts der Se lbstzensur w ichtig gewe-sen sei, dass heutz utage vielen von uns der Blick von aussen auf u ns enorm wichtig s ei. Dass er dies an eine m lesbischen Liebes-paar deutlich ge macht habe, sei dabei meh r oder weniger Zufa ll, ihm gehe es mehr um die Sache an sich. Die Handlung is t in stimmungsv olle Szenen gesetzt, d ie Kameraführu ng genau und langsam . Teilweise sogar se hr langsa m, was mit unserem he utigen Sehverhalten bricht und an manc hen Stellen Langeweil e aufkommen lä sst, wenn man sich nic ht ganz in die Ha ndlung hineinfallen las sen kann. Viele Sz enen – vor allem zu Begi nn – wirken sehr dü ster, was natürlich mit der Stimmung kor respondiert.Dazu kommt auch, da ss immer wieder soziale emen angesprochen werden, wo-bei sich der Regiss eur in die Ei nordnung sei-nes Filmes als S ozialdrama verwe hrt, auch wenn Geld wie über all im Leben bei seinen Filmgu ren eine wicht ige Rolle spiele.Insgesamt ist Mene ghetti unter a nde-rem durch der gross artigen Lei stungen von Barbara Sukow a und Martine Ché vallier ein beeindru ckender Film gelungen, der zum Nachdenken a nreg t. Zusc hauer* inne n, die sich primä r unterhalten lassen wol len, werden allerdings schnell ih re Schwierig-keiten haben, denn schon d ie Eingangs-szene von zwei spielenden M ädchen hat (zunächst) nichts m it dem weiteren Inhalt zu tun, sodas s man bereits nach wenigen Minuten eher verw irrt als an imiert auf die Leinwand bz w. den Bildschir m schaut.Aber das macht wohl de n Unterschied zwischen hoc hgelobten und hochunt erhalt-samen Filmen aus , wir kennen es in ähn li-cher Weise ja zum Beispie l von «Call me by your name». Coming-outs sind nie einfach, gefühlt werden sie mit dem Alter aber schwieriger. Eindrücklich zeigt dies der Film «Deux» des Regisseurs Filipo Meneghetti.Und ewig quältdas SchuldgefühlFILMTIPP«DEUX» subkultur subkultur subkulturARTEMIS PRODUCTIONSPAPRIKA FILMS PRESENTS IN COPRODUCTION WITH TARANTULA ARTEMIS PRODUCTIONS VOO & BE TV SHELTER PROD « TWO OF US » A FILM BY FILIPPO MENEGHETTI WITH BARBARA SUKOWA MARTINE CHEVALLIER DE LA COMÉDIE-FRANÇAISE LÉA DRUCKER PRODUCED BY PIERRE-EMMANUEL FLEURANTIN LAURENT BAUJARD COPRODUCED BY ELISE ANDRE DONATO ROTUNNO PATRICK QUINET STEPHANE QUINET EXECUTIVE PRODUCER PHILIPPE LOGIE SCREENPLAY MALYSONE BOVORASMY & FILIPPO MENEGHETTICINEMATOGRAPHER AURELIEN MARRA SET DESIGNER LAURIE COLSON SCREENPLAY IN COLLABORATION WITH FLORENCE VIGNON EDITOR RONAN TRONCHOT COSTUME DESIGNER MAGDALENA LABUZ ORIGINAL MUSIC MICHELE MENINI PRODUCTION MANAGER VINCENT CANART 1ST ASSISTANT DIRECTOR BRICE MORIN ARTISTIC ADVISOR MALYSONE BOVORASMY SCRIPT NADIA MASRI SOUND CINEMATOGRAPHER CELINE BODSON CASTING BRIGITTE MOIDON & VALERIE PANGRAZZIWITH THE PARTICIPATION OF FONDS NATIONAL DE SOUTIEN À LA PRODUCTION AUDIOVISUELLE DU GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG IN COLLABORATION WITH TAXSHELTER.BE & ING WITH THE SUPPORT OF TAX SHELTER DU GOUVERNEMENT FÉDÉRAL DE BELGIQUE OF CENTRE NATIONAL DU CINÉMA ET DE L’IMAGE ANIMÉE OF LA REGION OCCITANIE OF CINECAP 2 OF ARTE/COFINOVA AND OF L’ANGOA INTERNATIONAL SALES DOC & FILM INTERNATIONALEIN FILM VON FILIPPO MENEGHETTIDEUXPAPRIKA FILMS PRÄSENTIERTMARTINE CHEVALLIERDE LA COMÉDIE-FRANÇAISELÉA DRUCKERBARBARA SUKOWAGOLDEN GLOBENOMINATIONBEST PICTURE FOREIGN LANGUAGEOSCARSHORTLISTBEST INTERNATIONAL FEATURELUMIÈRESPREMIER FILMLUMIÈRESMARTINE CHEVALLIER & BARBARA SUKOWA MEILLEURES ACTRICESCÉSARNOMINATIONMARTINE CHEVALLIER & BARBARA SUKOWA MEILLEURES ACTRICESCÉSARPREMIER FILMCÉSARNOMINATIONORIGINAL SCREENPLAYSo harmonisch und entspannt, wie es die ser Filmausschnitt vermuten lässt, is t das (Liebes-)Leben von Nina und Mado nicht.Der bereits streambare Film läuf t seit dem 19. August (endlich) auch in Schweizer Kinos.5CRUISER SEPTEMBER 2021PORTRAITROBERTOGONZÁLEZ-MONJASPORTRAITROBERTOGONZÁLEZ-MONJASMusikkollegium Winterthur mit neuem DirigentenANZEIGE5 CRUISER SommER 2017sliPPerySUbjECtSVoN MARTIN MüHLHEIMC oming-out-Filme gibt es mittler weile viele, und entsprechend untersch ied-lich kommen sie daher: leichtf üssig-komisch wie der britische K lassiker Beautiful ing (1996), eher nachdenklich wie das brasilia nische Kleinod Seashore (2015), bisweilen auch zutiefst tragisch – so im israelischen Dram a Du sollst nicht lieben(2009), das in der ultraort hodoxen Gemein-de in Jerusalem spielt.Angesichts solcher Unterschiede er-staunt es umso mehr, mit welcher Regel-mässigkeit uns Comi ng-out-Filme Jungs oder Männer zeigen, die – al leine, zu zweit oder in Gruppen – schwimmen gehen. Nun kön nte man das natürlich a ls Zufall oder Neben-sächlichkeit abtun . Bei genauerem Nachden-ken zeigt sich allerdi ngs, dass sich gleich mehrere Gründe für die se erstaunliche Häu-gkeit nden lassen.Nackte Haut ohne allzu viel SexEine erste, nur scheinbar ob erächliche Er-klärung ist, d ass (halb)entblösste Körper sich nicht bloss auf der Leinwand, s ondern auch auf Filmpostern und DVD- Covern äus-serst gut machen. Schwim mszenen bieten ein perfektes Alibi f ür das Zeigen von nack-ter Haut: Sex sells, wie es s o schön heisst.Warum «Alibi»? Weil man – gerade bei Filmen mit jungen Protagonist en – aufpas-sen muss: «Sex sells» mag z war zutreen, aber allzu expl izite Sexszenen können schnell mal zu hohen Alter sfreigaben füh-ren. Dies wiederum möchten Fi lmemacher in der Regel vermeiden: Filme, d ie erst ab 18 freigegeben sind, lassen sich n ämlich weni-ger einfach vermarkten. Au f Amazon.de zum Beispiel werden Filme mit A ltersfreiga-be 18 nur an nachweislich volljähri ge Perso-nen verkau – und gerade für Com ing-out-Filme, die sich auch an ein junges Pu bli-kum richten, ist dies sicher kei n wünschens-werter Eekt.Schwimmszenen bieten hier eine per-fekte Kompromisslösung: Man ka nn nackte Haut lmisch ansprechend inszenieren, da-bei aber allzu heiss e Techtelmechtel tugend-ha vermeiden (beispielsweis e, indem der Wasserspiegel immer über der Gürtel linie bleibt, wie im niederländi schen Film Jon-gens, 2014). Um das Rezept knapp zusam-menzufassen: Man neh me eine grosszügige Portion feuchter Erotik, eine vorsicht ige Pri-se Sex – und um Himmels Wi llen kein Körn-chen Porno. Eingetaucht ins TrieblebenMan täte den lesBischwulen Fi lmemache-rInnen aber unrecht, wenn man i hre erzäh-lerischen Entscheidungen al lein auf nan-zielles Kalkü l reduzieren wollte. Es gibt nämlich auch ästhet isch-symbolische Gr ün-de, die Schwimmszenen f ür das Genre inter-essant machen. Da wäre zunächst die Fun ktion des Wassers als Symbol für da s Unbewusste. Dieses Unbewusste, so weis s man spätestens seit Sigmund Freud, hat viel mit der Triebna-tur des Menschen zu tun – u nd so erstaunt es nicht, dass Hauptgure n auf der Suche nach ihrer sexuellen Identität so zusagen symbo-lisch in die Tiefen des Unbewu ssten eintau-chen müssen, um ihr gleichges chlechtliches Begehren zu entdecken. Figuren in der SchwebeDarüber hinaus hat die Fi lmwissenschale-rin Franziska Hel ler in ihrem Buch über die Filmästhetik des Fluiden (2010) gezeigt, dass schwimmende Figuren im mer wieder als «schwebende Körper» inszeniert werden: o in Zeitlupe und seltsa m herausgelöst aus dem sonst zielstrebig vora nschreitenden Erzählprozess. Dieser Schwebezustand wie-derum ist eine wunde rbare visuelle Meta-pher für die Phase kurz vor dem C oming-out: Man ist nicht mehr der oder die A lte, aber auch noch nicht ganz in der neuen Identität angekommen. Ein Film mac ht das Schweben sogar explizit zum em a: In Kinder Gottes aus dem Jahr 2010 zeigt Romeo dem neuro-tisch-verklemmten Johnny, wie befreiend das «Floating» im Meer se in kann.Neben der Inszenierung von Sc hwebe-zuständen und dem Wasser als Sy mbol für das Unbewusste ist dr ittens das Motiv von ➔Filme, die ersT ab 18 FreiGeGeben sind, lassen sicH nämlicH WeniGer einFacH VermarKTen.ANZEIGE«Was geht mich meine Gesundheit an!» Wilhelm Nietzsche Wir sind die erste Adresse für diskrete Beratung in allen Gesundheitsfragen.Stampfenbachstr. 7, 8001 Zürich, Tel. 044 252 44 20, Fax 044 252 44 21 leonhards-apotheke@bluewin.ch, www.leonhards.apotheke.chIhr G es und h ei ts-C oa ch .rz_TP_Leonhards_Apotheke_210x93.3_Cruiser_4c_280317.indd 1 28.03.2017 10:07:37Roberto zeichnet sich durch Charisma und unermüdliche Energie aus und steht für Offenheit, Toleranz und gleiche Chancen für alle. Ein Portrait.Würde man Roberto G onzález-Mon-jas in einer Bar oder au f der Strasse treen, würde m an nie im Leben ahnen, was er von Ber uf ist. Rein grössen-technisch kön nte er Basketbal l spielen, von der Optik wü rde er auch ein gutes L aufsteg-Fashion-Model abgeben. Abe r nein: Rober-to ist Musiker. Bis eben w ar er 1. Konzert-meister im Musik kollegium Wint erthur, neu ist er Chefdir igent ebendort. Zudem ist er ein international gefeierter Violin ist (sie-he Box) und dazu glück lich mit ei nem Mann zusammen, der praktis cherweise Opern-sänger ist. Wi r haben uns mit Roberto un-terhalten und un s unter anderem gefragt, woran es liegt , dass sich jüngere Leut e eher wenig für klassische Musik interessieren. Das ist zwar n icht gerade die charm anteste Einstiegs frage, aber wic htig. Denn in f ast je-dem Konzertsa al sitzen eher ältere Damen und Herren und wenn s chon ein junger Di-rigent den Taktstoc k aka das Zepter in die Hand nimmt, w ürde eine Verjüngung der Audienz ja absolut Sin n machen. «Es ist schon so, dass der Zuga ng zur klassischen Musik niedersc hwelliger sein müsste . Ich denke, viele haben e ektiv so eine Ar t Schwellenang st», resümiert der 32-jäh rige gebürtige Spa nier und nippt an seinem «Flat White» -Kaee. «Wir haben im Kon-zertsaal of t auch so eine Art ‹ Kircheneek t›. Das Ritual isierte wirk t altmodisch», erk lärt Roberto. «Wenn das Sak rale wegfä llt, wenn die Leute applaudiere n können, wann e s ih-nen danach ist, un d sie die Passion an sich erleben würden, da nn wären die Konzert-säle wieder vol l.» Einer der Punkt e, die Ro-berto Gonzá lez-Monjas am Herzen lie gen.«Es ist doch bei der Musi k so wie mit der Kunst», erklä rt Roberto, «wenn ma n ohne irgendeine Ei nfüh rung einf ach vor ei-nem Bild steht, kan n man damit wenig a n-fangen. Wird ei nem aber ganz ku rz die Ge-schichte dazu e rzählt, erönet sic h ein ganz anderer Bl ickwinkel.» Genau das ist auch ein Ansat z von Roberto als Musiker – dort wo es möglich i st und Sinn macht, m it alten Struk turen und Hörgewoh nheiten zu brechen und damit au ch ein neues und vielleicht jüng eres Publik um zu generi eren. Dass die Denk weise von Robert o eine ande-re ist, zeigt sich auc h bei dieser Geschic hte hier. Noch nie in 30 Jah ren Cruiser hat sic h ein klassis cher Musiker bereit gezeig t, sich locker-casual (und durc haus auch sexy) fü r unser Cover zu fotog raeren zu las sen. Üb-rigens war bei d ieser Fotosession bestens spürbar, dass der Ma nn weder Allüren h at, noch sich prätentiös g ibt. Ganz im Gegen-teil: Selten lief ei n Fotoshooting so schnel l und professionell ab. (Was ab er schon auch ein bisschen mit u nserem Hausfotografen zu tun hatte.) Item. Sc hön ist er, der Rober-to. Talentiert auch. Wie a ber ist denn nun seine Musik?Unglaubliches TalentMit einem beeind ruckend eklekt ischen und breit gefächerten R epertoire zeigt sich Ro-bertos Vielfa lt an Stilen und Interessen in seinem Einspielungs debüt mit Serenaden von W. A. Mozart und Ot hmar Schoeck , ver-öentlicht bei Cla ves Records. Die Rezen-senten von Grammophone, dem g rössten klassischen Musik-Rezensionsportal, waren vom Spanier begeis tert und feierten i hn fre-netisch. So v iel Lob, so viel Talent. Besteht da nicht die Gefa hr, dass man abhebt? «Nein, ich bin ein unglaublich disziplinier-ter Mensch und weiss , dass von nichts auch nichts kommt. Wenn m an wie ich teilweise acht Stunden pro Tag Violi ne übt, dann k ann man sich Exz esse und ein Rockstar-Leben nicht leisten.» Sei n Kaee ist bei nahe leerge-trunken, e r schaut auf die Uhr und schei nt noch etwas Zeit z u haben. Bestens , denn wir möchten schon noch ein bi sschen mehr über diese ausserg ewöhnliche Pe rson erfah-ren. Was macht man denn a ls Musiker so, wenn man nicht ach t Stunden probt? «Da bin ich eigentlich s ehr bieder: Kochen und ich bin extrem ge rne draussen i n der Natur.»Langsames Coming-OutAls Chefdir igent ist man vor allem u nter Musikern, in ei ner «Bubble». Kriti k von aus-sen gibt es in dies er Position nur noch ver-halten. Wie weis s man also, ob man ein ➔ 4Bild © Joerg Kressig VON HAYMO EMPL«Es ist doch bei der Musik so wie mit der Kunst. Wenn man ohne irgendeine Einführung ein-fach vor einem Bild steht, kann man damit wenig anfangen. Wird einem aber ganz kurz die Geschichte dazu erzählt, eröff-net sich ein ganz anderer Blick-winkel.»Roberto González-Monjas

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CRUISER MEDIADATEN 2022 / 20234AUFLAGE &VERBREITUNGDie gedruckte Auflage beträgt 12 000 Exemplare, davon sind 11 539 Exemplare von der WEMF AG fürWerbemedienforschung beglaubigt. Cruiser wird gezielt gratis gestreut; in Szenebetrieben, Kunst- & Kulturinstitutionen, Bars & Restaurants und an für die Zielgruppe wichtigen Festivals und Events.Der grösste Teil der Leser*innen bezieht Cruiser im Ausgang in den Bars, den Discos, in Kulturbetrieben und an LGBT*-Events. Ein Teil der Auflage ist abonniert.ADVERTORIAL / PUBLIREPORTAGENPublireportagen werden durch eine*n Fachjournalist*in umgesetzt. Gerne besprechen wir Ihre Ideen und Wünsche. Der Preis richtet sich nach marktüblichen Ansätzen.RABATTERabatte gewähren wir zu folgenden Konditionen:Drei Ausgaben 10 %Fünf Ausgaben 15 %Zehn Ausgaben 20 %Weitere Sonderformate und Preise für Beilagen auf Anfrage.LGBT*-Betriebe, Vereine, Start-ups, Parteien, NGOs, Non-Profit-Organisationen und Privatpersonenprofitieren von individuellen Spezialrabatten.

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CRUISER MEDIADATEN 2022 / 20235TERMINE2022 | 2023AUSGABE INSERTIONSSCHLUSSund Einreichung der DruckunterlagenERSCHEINUNGSDATUMCRUISER SEPTEMBER 2022 FREITAG, 5. AUGUST DONNERSTAG, 1. SEPTEMBERCRUISER OKTOBER 2022 FREITAG, 2. SEPTEMBER MONTAG, 3. OKTOBERCRUISER NOVEMBER 2022 FREITAG, 7. OKTOBER MONTAG, 31. OKTOBERCRUISER DEZEMBER 2022 FREITAG, 4. NOVEMBER DONNERSTAG, 1. DEZEMBERCRUISER WINTER 2023 FREITAG, 2. DEZEMBER MONTAG, 2. JANUARCRUISER MÄRZ 2023 FREITAG, 3. FEBRUAR MONTAG, 27. FEBRUARCRUISER APRIL 2023 FREITAG, 3. MÄRZ MONTAG, 3. APRILCRUISER MAI 2023 DONNERSTAG, 6. APRIL DIENSTAG, 2. MAICRUISER JUNI 2023 FREITAG, 5. MAI DIENSTAG, 30. MAICRUISER SOMMER 2023 FREITAG, 2. JUNI MONTAG, 3. JULICRUISER SEPTEMBER 2023 FREITAG, 4. AUGUST MONTAG, 4. SEPTEMBERCRUISER OKTOBER 2023 FREITAG, 1. SEPTEMBER MONTAG, 2. OKTOBERCRUISER NOVEMBER 2023 FREITAG, 6. OKTOBER MONTAG, 30. OKTOBERCRUISER DEZEMBER 2023 FREITAG, 3. NOVEMBER MONTAG, 1. DEZEMBERCRUISER WINTER 2024 FREITAG, 1. DEZEMBER DIENSTAG, 2. JANUAR

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CRUISER MEDIADATEN 2022 / 20236CRUISERMAGAZIN.CHFORMAT(Formate in Breite × Höhe)PREIS PRO MONATBANNER 625 × 100 Px CHF 880SKYSCRAPER RECHTS OBEN* 190 × 600 Px CHF 880BANNER SEITLICH* 250 × 375 Px CHF 880DAS TAGESAKTUELLE ONLINE-MAGAZINAuf den Onlineplattformen cruisermagazin.chsowie Facebook und Instagram finden die User Artikel aus dem Magazin sowie aktuelle LGBT*-News. Tipps und Empfehlungen aus den Bereichen Musik, Kino, Theater sowie Gastro und Freizeit vervollständigen das Online-Angebot und bieten den Usern so eine umfangreiche Übersicht der Kulturveranstaltungen und Freizeitaktivitäten in und rund um Zürich.*Breite fix, Höhe kann länger seinKombinationsrabatte im Zusammenhang mit Inserat-Aufträgen im Printmedium werdenindividuell ausgehandelt.TECHNISCHE DATEN WEBDATEIFORMAT WEB JPG, PNG, HTML-Code, GIFAuflösung 72 dpi, RGB-Farben

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CRUISER MEDIADATEN 2022 / 20237FORMATE &PREISE SONDERKONDITIONEN: SIEHE «RABATTE» SEITE 4FORMATE SEITE(Formate in Breite x Höhe)SATZSPIEGEL RANDABFALLEND(+ 3 mm Beschnitt)PREIS 1/1-SEITE 184 × 260 mm 210 × 280 mm CHF 34001/2-SEITE 184 × 128 mm 210 × 138 mm CHF 24001/2-SEITE 90 × 260 mm 102 × 280 mm CHF 24001/3-SEITE 57 × 260 mm 69 × 280 mm CHF 19001/4-SEITE 184 × 62 mm 210 × 72 mm CHF 9501/4-SEITE 90 × 128 mm 102 × 138 mm CHF 9501/6-SEITE 90 × 84 mm 102 × 94 mm CHF 6401/8-SEITE 90 × 62 mm 102 × 72 mm CHF 475PANORAMASEITE 396 × 260 mm 420 × 280 mm CHF 49002. UMSCHLAGSEITE 184 × 260 mm 210 × 280 mm CHF 42003. UMSCHLAGSEITE 184 × 260 mm 210 × 280 mm CHF 42004. UMSCHLAGSEITE 184 × 260 mm 210 × 280 mm CHF 5100ALLE PREISE EXKL. MWST.TECHNISCHE DATEN PRINTDATEIFORMATE PRINT PDF, TIFF (Schriften eingebettet), Auflösung 300 dpi, CMYK-FarbenFARBPROFIL CoatedFOGRA39.icc oder ISOcoated_v2_eci.iccWICHTIG! Wir behalten uns vor, Inserate, die nicht korrekt in unseren Formaten aufgebaut sind,proportional auf den Satzspiegel anzupassen.

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